Boris Johnson hat seine neue grüne Agenda vorgestellt. Bis 2025 sollen Bauherren keine konventionellen Gasheizkessel mehr in Neubauten einbauen dürfen. Außerdem ist geplant, den Verkauf neuer Heizkessel bis 2035 für alle Haushalte zu verbieten. Die Regierung bietet 5.000 Pfund Zuschüsse für die Umstellung an. Allerdings sind nur 450 Millionen Pfund für das Programm vorgesehen, so dass nur 90.000 Haushalte davon profitieren werden. Derzeit werden jährlich werden in Großbritannien etwa 1,7 Millionen alte Heizungssysteme ausgetauscht. Die Regierung möchte, dass bis 2028 jedes Jahr 600.000 Wärmepumpen in Haushalten installiert werden. Das Boiler Upgrade Scheme wird im April nächsten Jahres in England und Wales anlaufen und ist zunächst auf drei Jahre angelegt.
Derzeit gibt es zwei Arten von Wärmepumpen. Luftwärmepumpen entziehen der Luft Umgebungswärme und erhöhen die Temperatur mithilfe eines Kompressors. Diese wird dann zur Beheizung von Heizkörpern und Wasser verwendet. Erdwärmepumpen sind ähnlich, beziehen aber die Wärme aus im Boden verlegten Rohren. Diese haben höhere Anschaffungskosten, arbeiten aber effizienter.
"Ich denke, dass wir durch die Investition in diese Technologie die Kosten senken werden. Die Verbraucher werden schon in fünf Jahren davon profitieren", betonte Kwasi Kwarteng, der Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie. Er geht davon aus, dass die Investitionen dazu führen werden, dass die Kosten für neue Wärmepumpen "sehr schnell" sinken werden, wenn die Unternehmen beginnen, in Alternativen zu Gaskesseln zu investieren, und erklärt, dass die Verbraucher bereits in fünf Jahren "davon profitieren" könnten.
Quellen: UK telegraph, future net zero