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Pressemitteilungen 2021

Call for Papers: Geothermiekongress 2021 im Haus der Technik in Essen

(Berlin, 1. März 2021) Nach dem erfolgreichen Digital-Geothermiekongress 2020 plant der Bundesverband Geothermie (BVG) die diesjährige Ausgabe als Präsenzveranstaltung. Der Kongress findet vom 30. November bis 2. Dezember im Haus der Technik in Essen statt. Hierfür startet der BVG einen Call for Papers. 

Nach dem Geothermiekongress (DGK) ist vor dem Geothermiekongress! Die Planungen für die diesjährige Ausgabe laufen bereits auf Hochtouren. Jetzt steht fest: Deutschlands größter und wichtigster Fachkongress rund um das Thema Erdwärme findet vom 30. November bis zum 2. Dezember 2021 in Essen statt. Das dort ansässige Haus der Technik ist mit flexiblen Räumlichkeiten sowie durchdachten und bewährten Hygienekonzepten ein verlässlicher Partner und Tagungsort. Sollten die Umstände es dennoch erfordern, ist die Umplanung auf einen digital stattfindenden Kongress rechtzeitig möglich.

Auch 2021 wird es eine thematische Vielfalt geben: Neben den übergeordneten Themengebieten Sektorenkopplung, rechtliche Rahmenbedingungen der Wärmewende, Wärmepumpen sowie Wärmenetze und -speicher, wird es auch zur Tiefen und zur Oberflächennahen Geothermie jeweils spezifische Schwerpunkte geben. So stehen für die Tiefe Geothermie die Exploration, die stoffliche Nutzung, die Mitteltiefe Geothermie sowie der Komplex Reservoirerschließung und -management im Fokus. Im Bereich der Oberflächennahen Geothermie werden Konzepte zur Kostenreduktion und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ebenso behandelt wie kalte Nahwärmenetze und Quartierskonzepte sowie Qualitätssicherung und Grundwasserschutz. Darüber hinaus können auch weitere wissenschaftliche Themen zur Geothermie eingereicht werden.

Mit einem Call for Papers ruft der Bundesverband Geothermie Interessierte dazu auf, ihre aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse auf dem DGK zu präsentieren. Junge Wissenschaftler*innen sind außerdem aufgerufen, sich an der „Science Bar“ zu beteiligen. Der Poster-Wettbewerb bietet die Möglichkeit, Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten zum Thema Geothermie einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Die beste Präsentation wird mit dem Nachwuchs-Förderpreis des Bundesverbandes Geothermie e.V. prämiert.

„Wir freuen uns, dass auch der Digital-Kongress mit über 780 Besuchern aus 21 Ländern ein voller Erfolg war“, so BVG-Präsident Dr. Erwin Knapek: „Die Veranstaltung bietet Vertreter*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen zu informieren und über die Zukunft der Branche zu diskutieren. Mit dem digitalen Format ist es gelungen, dies auch in Pandemiezeiten zu ermöglichen. Dennoch hoffen wir diesen Herbst wieder auf ein persönliches Treffen.“

Einsendeschluss für die Abstracts ist der 30. Juni 2021. Bei Fragen zu Einreichungen wenden Sie sich bitte an das Organisationsteam: dgk(at)geothermie.de

Alle Infos zum Kongress unter: www.der-geothermiekongress.de

 

Die Pressemitteilungen finden Sie als pdf: Pressemitteilung des Bundesverband Geothermie e.V.: "Call for Papers: Geothermiekongress 2021 im Haus der Technik in Essen"

Geothermie effizient gegen den Klimawandel nutzen

(Berlin, 15. Januar 2021) Der Bundesverband Geothermie hat ein Positionspapier mit einem Überblick über die aktuellen Entwicklungen in der Geothermie veröffentlicht. Neben Tiefer und Oberflächennaher Geothermie wird auch der Stand zu Wärmeverteilernetzen, Energiespeichern im Untergrund sowie Umwelteinwirkungen, Nachhaltigkeit und Akzeptanz erläutert. Ziel ist es, den weiteren Ausbau der Geothermie durch bedarfsgerechte Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu fördern.

„Die Geothermie ist eine Schlüsseltechnologie für die Energie- und vor allem Wärmewende“, sagt Prof. Dr. Horst Rüter, Sprecher des Fachausschuss Wissenschaft und Bildung des Bundesverbandes Geothermie. „Im Vergleich zu den anderen Erneuerbaren Energien ist die Geothermie jung. In den letzten Jahren gab es viele wichtige Projekte, welche die Geothermie weiter vorangebracht und als erfolgreiche Technologie etabliert haben. Um ihr Potential voll ausschöpfen zu können, besteht aber noch weiterer Forschungsbedarf.“

In der Tiefen Geothermie haben vor allem Fortschritte bei der Erkundung und Reservoir-Erschließung dazu beigetragen, das Fündigkeitsrisiko zu verringern und die Ausgangs- und Erfolgsbedingungen für Projekte zu verbessern. Forschungsbedarf besteht vor allem für die Entwicklung eines umfangreicheren Erkundungsprogramms, das geothermisches Potential in weiteren Gebieten bestimmen und nutzbar machen kann. Durch weitere Forschung im Bereich Energiebereitstellung und stoffliche Nutzung kann die Effizienz gesteigert werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Rohstoffgewinnung aus Thermalwasser. Diesbezüglich gibt es weltweit bereits mehrere kommerzielle und wissenschaftliche Projekte zur Lithiumextraktion.

In der Oberflächennahen Geothermie sind die Kernthemen: Kostenreduktion, Effizienzsteigerung, Erweiterung der Einsatzbereiche sowie der Grundwasserschutz. Relevant sowohl für Tiefe als auch Oberflächennahe Geothermie ist die Weiterentwicklung von Wärmeverteilernetzen für die niedrigeren Temperaturen, die durch die Geothermie, aber auch andere Wärmequellen wie beispielsweise Müllverbrennung, geliefert werden können. Über Energiespeicher im Untergrund bietet sich die Möglichkeit, Wärmeenergie beispielsweise für den höheren Bedarf im Winter zu speichern. Alternativ können diese Kapazitäten auch zur Klimatisierung genutzt werden. Für oberflächennahe Speicher ist dabei ein entsprechender Grundwasserschutz essenziell und erfordert dementsprechend zusätzliche Forschung.  

„Wir befinden uns mitten in der Klimakrise und erleben jedes Jahr ihre immer stärkeren Auswirkungen. Jetzt besteht Handlungsbedarf“, so Dr. Erwin Knapek, Präsident des Bundesverbandes Geothermie. „Mit den Erneuerbaren Energien haben wir alle Werkzeuge in der Hand, die gesetzten Klimaziele zu erreichen. Voraussetzung dafür ist aber eine effiziente und umfangreiche Nutzung. Diese wird nur gewährleistet, wenn wir kontinuierlich an der Verbesserung der Technologien arbeiten und neue Nutzungsmöglichkeiten erschließen. Dafür brauchen wir eine bedarfsgerechte Forschung. Konkrete Vorschläge hinsichtlich der Geothermie haben wir dazu in unserem Positionspapier zusammengestellt.“

Das komplette Positionspapier finden Sie hier.

Die Pressemitteilungen finden Sie als pdf: Pressemitteilung des Bundesverband Geothermie e.V. 
"Geothermie effizient gegen den Klimawandel nutzen"