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Pressemitteilungen 2025

„KfW-Förderkredit Geothermie“ stellt wichtige Weichen für Wärmeversorgung der Zukunft

Berlin, 19. Dezember 2025 ­– Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat zum 18. Dezember gemeinsam mit Munich Re und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine neue Förderung von Tiefengeothermieanlagen zur kommunalen Wärmeversorgung sowie eine Absicherung von geothermischen Bohrungen auf den Weg gebracht. Ab sofort können Unterlagen zur Vorprüfung von Projekten eingereicht werden. Damit stellt Deutschland wichtige Weichen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung.

Ab dem 18. Dezember startet die KfW ihre neue Förderung von Tiefengeothermieanlagen zur kommunalen Wärmeversorgung unter dem Produktnamen „KfW-Förderkredit Geothermie“. Das von der KfW in Zusammenarbeit mit Munich Re sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie entwickelte Instrument zur Absicherung der Fündigkeit geothermischer Bohrungen setzt entscheidende Weichen für die künftige Wärmeversorgung in Deutschland.

„Dank der Seismikkampagnen von Ländern und Projektentwicklern verbessern sich aktuell die Untergrunddaten in vielen Regionen und wir sind zuversichtlich, dass sich diese Entwicklung noch fortsetzt und die schon hohe Erfolgswahrscheinlichkeit geothermischer Projekte noch weiter steigt. Mit dem neuen Förderkredit Geothermie wird das Ausfallrisiko auf mehrere Schultern verteilt und so eine der letzten Hürden genommen, die für den Ausbau der für die Energiezukunft Deutschlands so wichtigen Geothermieprojekte noch besteht“, so Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie e.V. (BVG).

Das neue Instrument hilft dem Hochlauf der deutschen Geothermiebranche dabei gleich doppelt: Zum einen unterstützt es die Finanzierung geothermischer Bohrungen ab 400 Metern Tiefe in Deutschland mit zinsgünstigen Krediten. Zum anderen sichert es die Fündigkeit als solche ab. Die Fündigkeit stellt ein entscheidendes Kriterium für das Gelingen eines Geothermieprojektes dar. Mit dem Begriff ist gemeint, dass eine Bohrung erfolgreich das geothermische Reservoir mit ausreichender Menge und Qualität an heißem Thermalwasser erschließt. Pro Projekt stellt die KfW Darlehen von bis zu 25 Millionen Euro mit einer maximalen Laufzeit von fünf Jahren zur Verfügung. Über drei Jahre sollen so mindestens 65 Projekte abgesichert werden. Die Munich Re prüft Projekte vorab auf Versicherbarkeit. Ab sofort können Unterlagen zur Vorprüfung eingereicht werden.

„Mit den Bundesmitteln in Höhe von 49,5 Millionen Euro über vier Jahre, die im Haushalt eingestellt sind, können Investitionssummen im Milliardenbereich abgesichert werden. Der Bundesverband Geothermie e.V. begrüßt den Förderkredit Geothermie als wichtigen Baustein für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die deutsche Erdwärmebranche. Im Zusammenspiel mit dem geplanten Geothermiebeschleunigungsgesetz ergibt sich hier eine Synergie, die vielen Kommunen den Weg zu eigenen Geothermieprojekten ebnen wird“, sagt Dilger.

Mit Blick auf eine klimaneutrale, sichere und wirtschaftliche Wärmeversorgung in Deutschland gelte es nun, bei der Kommunalen Wärmeplanung Geothermie als wichtige Säule konsequent mitzudenken, so Dilger. „Nur mit Erdwärme kann die Wärmewende gelingen. Erdwärme schafft eine heimische Wertschöpfungskette, bewahrt unsere Umwelt und sichert Arbeitsplätze.“

Zur Pressemitteilung in voller Länge gelangen Sie hier.


Mit dem GeoBG zur sicheren, regionalen Wärmeversorgung

Berlin, 4. Dezember 2025 – Der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) begrüßt den heutigen Beschluss des Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG) im Deutschen Bundestag. Das Gesetz enthält zentrale Weichenstellungen für die Wärmewende. Damit können Stadtwerke, Energieversorgungsunternehmen und Industrieunternehmen auf eine schnellere Umsetzung der Geothermievorhaben hoffen.

Als erstes geothermiespezifisches Gesetz überhaupt bestätigt es die große Bedeutung der Erdwärme als Schlüsselenergie der Wärme- und Kältewende. Es stellt die Erdwärmenutzung ins sogenannte überragende öffentliche Interesse. Bei der Schutzgüterabwägung im Rahmen der Genehmigungsverfahren ermöglicht dies eine angemessene Berücksichtigung der Chancen der Erdwärmenutzung für Klima, Umwelt und Menschen. Es stärkt heimische Unternehmen und stärkt die energiepolitische Unabhängigkeit Deutschlands.

Verbindliche Bearbeitungsfristen, etwa im Bergrecht, schaffen zudem bessere Planbarkeit und Transparenz für die beteiligten Akteure. Schon heute liegen über 160 bergrechtliche Aufsuchungserlaubnisse für tiefengeothermische Projekte vor – ein deutliches Signal, wie groß das Interesse an Geothermie ist und wie wichtig ein verlässlicher Rechtsrahmen ist. Seismische Voruntersuchungen sind zukünftig ganzjährig möglich und Behörden werden durch Erlaubnisfreistellungen für kleinere Anlagen sowie durch längere Laufzeiten von Betriebsplänen und damit gesunkenem administrativem Aufwand entlastet.

Das GeoBG erweitert ebenfalls den Blick auf die Kälteversorgung. Mit der Aufnahme von Wärmeleitungen bzw. potenziell auch von Kälteleitungen und Kältemaschinen in den Anwendungsbereich des Gesetzes fallen nicht nur Heizung und Wärme, sondern auch erneuerbare und effiziente Kälteversorgung unter den Regelungsrahmen. Damit schafft das Gesetz Rechtsklarheit und Planungssicherheit für Technologien und Netze, die bei Nutzung von Erdwärme oder geothermisch gespeicherter Energie sowohl Wärme als auch Kühlenergie bereitstellen.

Auch der Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. begrüßt das Gesetz. BEE-Präsident Dr. Ursula Heinen-Esser: “Mit dem Geothermiebeschleunigungsgesetz kommt die Regierung bei einem so zentralen energiepolitischen Thema wie der Wärmewende ins Handeln. Das Gesetz setzt ein wichtiges Signal für Versorgungssicherheit, Klimaschutz und wirtschaftliche Stabilität. Erdwärme ist die Schlüsselenergie der Wärme- und Kältewende. Die Nutzung von Erdwärme schützt Klima, Umwelt und Menschen, stärkt heimische Unternehmen und macht uns energiepolitisch unabhängiger. Hier für Planungssicherheit und Bürokratieabbau zu sorgen, bringt die Energiewende einen entscheidenden Schritt voran.”

Den Link zur Pressemitteilung als .pdf finden Sie hier.

Den Gesetzentwurf der Bundesregierung sowie die durch den Ausschuss angepasste und ergänzte Version finden Sie auf der Homepage des Deutschen Bundestages.

Erdwärmebranche in Aufbruchstimmung beim Geothermiekongress 2025

Berlin, 25. November 2025 ­– Vom 18. bis 20. November 2025 tagte die Geothermiebranche anlässlich des Geothermiekongresses (DGK) in Frankfurt am Main im House of Logistics und Mobility (HOLM). Das größte Branchentreffen im deutschsprachigen Raum zog rund 590 Teilnehmende in die Metropole am Main. Der Veranstalter, der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG), zieht ein positives Fazit.

Der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) veranstaltete mit seinen Partnerorganisationen, der Fraunhofer IEG sowie der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) und dem Partnerland Großbritannien seinen jährlichen Kongress. Insgesamt besuchten rund 590 Teilnehmende den Kongress, rund sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der DGK ist das größte Branchentreffen im deutschsprachigen Raum und tagte in diesem Jahr in Frankfurt am Main.

Dr. Karin Thelen, Präsidentin des Bundesverbands Geothermie e.V., wertet den Kongress als wichtiges Signal in Richtung Ausbau und Skalierung. „Mit dem Hochlauf der Erdwärmenutzung schützen wir nicht nur Klima und Lebensgrundlagen, wir stärken auch die Energiesouveränität, die heimische Wertschöpfung und damit auch den Wirtschaftsstandort Deutschland“, sagte Thelen.

In seiner Keynote-Rede sprach Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter der Fraunhofer IEG, zur künftigen Industrialisierung der Geothermie. „Mit Blick auf das Langfristziel, bis 2045 ein Viertel des deutschen Wärmebedarfs mit Geothermie zu decken, müssen wir klären, wo und wie schnell Geothermie skaliert werden soll und eine technologische, wirtschaftliche und politische Zielarchitektur definieren. Das Ziel bis 2030 muss es sein, Geothermie aus dem Projektmodus in den serienfähigen Produktionsmodus zu überführen. Dazu gehören unter anderem die Skalierung von Bohrkapazitäten, die Standardisierung von Komponenten sowie die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren“, so Bracke.

Der BVG wählte den Tagungsort, weil sich das Land Hessen politisch zunehmend für die Geothermie stark macht. Der Vorstoß, die Oberflächennahe Geothermie dem Geltungsbereich des Bergrechts zu entziehen, beruht auf einer Initiative aus Hessen. Das Bundesland macht gegenwärtig den Ausbau einer nachhaltigen Wärmeversorgung zu seiner politischen Priorität.

Das Partnerland Großbritannien, wo im Juni 2024 ein National Geothermal Centre gegründet wurde, stand mit einem eigenen Workshop im Fokus. Prof. Dr. Jon Gluyas, der im Präsidium des National Geothermal Centres sitzt, hielt eine der Eröffnungsreden. Mit rund 280 Vorträgen aus 18 Ländern waren sowohl die Bandbreite der Themen als auch der internationale Fokus auf dem Geothermiekongress dieses Jahr enorm.

Traditionell wurden Preisträgerinnen und Preisträger am ersten Kongresstag ausgezeichnet. Prof. Dr. Simona Regenspurg (Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) erhielt für ihre vielfältigen Beiträge zur Geothermie die Patricius-Medaille. Sie wurde unter anderem für ihre geochemischen Langzeituntersuchungen an Tiefbohrungen und die Chefredaktion der Zeitschrift „Geothermal Energies“ gewürdigt. Auch ihr Engagement für die Vernetzung von Expertinnen und Experten, sei es mit der Gründung des Netzwerks „Women in Geothermal Deutschland“ oder der Geothermie-Allianz Berlin-Brandenburg, überzeugte die Jury.

Den Preis für den Jungwissenschaftler des Jahres 2025 erhielt Dr. Hesam Soltan Mohammadi für seinen herausragenden Beitrag zum nachhaltigen und optimierten Betrieb untiefer geothermischer Systeme. Seine Arbeit zu modellbasierten Ansätzen zur Verbesserung der Betriebsführung von Erdwärmesondenfeldern habe einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung erneuerbarer Wärmesysteme im urbanen Kontext geleistet, so Laudator Prof. Dr. Peter Bayer von der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg.

Einen Sonderpreis lobte die Jury in diesem Jahr für Dr. André Deinhardt aus, der als früherer Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie e.V. zwischen 2013 und 2023 einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet hat, der Geothermie in Öffentlichkeit und Politik deutlich mehr Beachtung zu verschaffen und unermüdlich für die Schaffung eines Geothermiebeschleunigungsgesetzes geworben hat. Im Posterwettbewerb der Science Bar, an dem Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler teilnehmen können, gewann Helen Krauß (TU Darmstadt) mit der Vorstellung ihrer Bachelorarbeit zum Thema „Experimentelle Untersuchung zum Einfluss von Ausfällungsprozessen auf die thermischen Eigenschaften von Bettungsmaterialien“.

Im kommenden Jahr kehrt der DGK nach Potsdam zurück und tagt vom 20. bis zum 22. Oktober 2026 im Kongresshotel Potsdam. Die Pressemitteilung in voller Länge finden Sie hier.


Geothermiebeschleunigungsgesetz schafft verlässlichen Rahmen für versorgungssichere Wärme

Berlin, 4. November 2025 – Der Wirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestags berät am Mittwoch, 5. November, über das Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG). Der Bundesverband Geothermie sieht dies als wichtigen Schritt, um das große Potenzial der Erdwärmenutzung möglichst schnell und umfassend ausschöpfen zu können. Der Beschluss würde die Planungs- und Investitionssicherheit für die Projektentwickler erhöhen, die mit ihren Erdwärmeanlagen Versorgungssicherheit im Sektor Wärme gewährleisten. 

Das Gesetz zur Beschleunigung der Genehmigungsverfahren von Geothermieanlagen, Wärmepumpen, und Wärmespeichern (kurz: GeoBG) enthält neben Änderungen der für die Genehmigung erforderlichen Gesetze – Bundesberggesetz, Wasserhaushaltsgesetz, Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz – auch ein geothermiespezifisches Stammgesetz.

„Die Entbürokratisierung und damit einhergehende Beschleunigung von Genehmigungsvoraussetzungen ist ein wichtiges Signal für die Erdwärmebranche. Dass das Gesetz hier ansetzt, werten wir als starkes Signal  in Richtung Wärmewende. Geothermie bietet Versorgungssicherheit – und sollte im Gegenzug die nötige Planungs- und Investitionssicherheit bekommen, um ihr volles Potenzial zu entfalten“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie e. V. Damit dies geschehen kann, müssen Genehmigungsverfahren, aber auch die Förderung verlässlich sein.

Die Projektentwickler in der Erdwärmebranche sind heimische Unternehmen. Somit entsteht mit dem Ausbau der Geothermie eine regionale Wertschöpfungskette, die Arbeitsplätze im Inland schafft und direkt zum Wirtschaftswachstum beiträgt. Gegenwärtig liegen für169 tiefengeothermische Projekte bergrechtliche Aufsuchungserlaubnisse vor. Das ist mehr als das Vierfache der Anlagen, die in Deutschland derzeit im Betrieb sind. Die damit verbundenen Investitionen belaufen sich auf mehrere Milliarden Euro.

„An der großen Anzahl an Anlagen, die derzeit in Planung sind, sieht man deutlich, dass die Geothermie auf großes Interesse stößt“, sagt Dilger.

Das überparteiliche Votum pro-Erdwärme sei ein wichtiger Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung. Ein wichtiger Hebel, denn rund 50 Prozent des deutschen Energiebedarfs entfallen auf den Wärmesektor. Und insbesondere im Wärmemarkt ist die Abhängigkeit von Brennstoffimporten besonders hoch. 

„Wir haben im Jahr 2022 deutlich zu spüren bekommen, dass Energielieferungen aus dem Ausland von unzuverlässigen Partnern abhängen. Auch die Logistik ist nicht sicher und kann gestört werden. Erdwärme hingegen ist immer und überall verfügbar. Ihre Bereitstellung kann direkt auf dem Grundstück der Nutzung oder in der Stadt erfolgen. Die Wertschöpfung bleibt im Lande“, sagt Dilger. „Die Investitionen in Geothermie werden sich daher langfristig auszahlen, der Mut der Projektentwickler wird belohnt. Es ist jetzt an der Zeit die Rahmenbedingungen auf den Erdwärmeausbau auszurichten und Benachteiligungen zu beseitigen.“

Die Stellungnahme zum Geothermiebeschleunigungsgesetz finden Sie hier.

Eine Übersicht zu den Lieferwegen der Geothermie im Vergleich zu LNG-Gas finden Sie hier.

Die Pressemitteilung als .pdf können Sie hier herunterladen.


Hessischer Staatsminister Kaweh Mansoori eröffnet Geothermiekongress 2025

Berlin, 27. Oktober 2025 – Der Geothermiekongress 2025 (DGK) findet vom 18. bis 20. November in Frankfurt am Main statt. Der Hessische Staatsminister und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum Kaweh Mansoori (SPD) hält zum offiziellen Auftakt am 19. November die Eröffnungsrede. Erwartetet werden über 1.200 Besuchende.

Der Geothermiekongress kommt in diesem Jahr nach Hessen. Der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG) freut sich, den Hessischen Staatsminister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum Kaweh Mansoori (SPD) für die Eröffnung gewonnen zu haben. Gegenwärtig befindet sich das Geothermiebeschleunigungsgesetz im parlamentarischen Verfahren. Seine Verabschiedung stellt einen Meilenstein für die klimaneutrale Transformation des Wärmesektors da, der ohne Erdwärme nicht möglich sein wird. 

Mansoori sagt mit Blick auf die Wärmeversorgung Hessens: „Eine zuverlässige, langfristige und gleichzeitig nachhaltige Wärme- und Energieversorgung ist eine der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Unser Ziel ist es, den Energiemix möglichst vielseitig aufzustellen. Neben den bereits etablierten Energielieferanten wie Wind und Photovoltaik muss auch die Geothermie mitgedacht werden. Ich bin überzeugt, dass diese Technik in Zukunft einen großen Beitrag für die Wärmeversorgung aus Erneuerbaren Energien leisten kann.“

Mit der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) sowie dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) hat der BVG zwei starke regionale Kooperationspartner gewonnen. In diesem Jahr hat der Verband den Veranstaltungsort bewusst in eine Region gelegt, in der die Nutzung von Erdwärme zunimmt. „Erdwärme lässt sich nahezu überall nutzen, nicht nur in den bekannten Hotspots. Das Bewusstsein über die Bandbreite der Technologie und ihre immensen Potenziale muss noch steigen – der Wissenstransfer auf dem Kongress bietet dazu eine optimale Gelegenheit “, sagt BVG-Geschäftsführer Gregor Dilger.

Hauptwissenschaftspartner des Geothermiekongress ist in diesem Jahr die Fraunhofer IEG, die an sieben Standorten auf den Gebieten integrierter Energieinfrastrukturen, Geothermie und Sektorenkopplung für eine erfolgreiche Energiewende forscht. Mit dem Partnerland Vereinigtes Königreich sowie Vorträgen aus 18 Ländern ist der Fokus der Veranstaltung ausgesprochen international.

In der digitalen Pressekonferenz am 3. November um 13.30 Uhr können Sie Ihre Fragen an die folgenden Gesprächspartner richten:

  • Kaweh Mansoori, Hessischer Staatsminister und Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (SPD)
  • Prof. Dr. Rolf Bracke, Institutsleiter der Fraunhofer IEG
  • Dr. Karsten MacGovern, Geschäftsführer der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA)
  • Gregor Dilger, Geschäftsführer Bundesverband Geothermie e.V. (BVG)

Die Pressemitteilung als .pdf können Sie hier herunterladen.


Studiengangsführer Geothermie schafft neue Perspektiven für die Energiewende

Berlin, 22. Oktober 2025 – Der Bundesverband Geothermie e. V. (BVG) hat seine Broschüre „Studium, Aus- und Weiterbildung Geothermie“ überarbeitet. Die Publikation bietet eine aktuelle und in Deutschland einzigartige Übersicht über Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten rund um die Geothermiebranche. Die letzte Ausgabe erschien 2021 – seitdem haben sich die Angebote erweitert.

Geothermie steht wie kaum ein anderes Feld für die Verbindung von Energie, Technik und Nachhaltigkeit. Wer in diesem Bereich arbeitet, trägt aktiv zur klimaneutralen Zukunft bei – ob beim Planen von Bohrpfaden, Auswerten von Seismikdaten, Umsetzen von Bohrungen oder beim Betrieb modernster Anlagen. Die Branche bietet vielseitige Aufgaben, Hightech-Arbeitsumgebungen und die Möglichkeit, ganz konkret an der Energiewende mitzuwirken. Das Arbeitsfeld entwickelt sich dynamisch: 2023 waren in Deutschland rund 72.000 Menschen in der Geothermie und Umweltwärme beschäftigt – Tendenz steigend.

Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Fachkräften wächst kontinuierlich. Mit der Broschüre und dem begleitenden digitalen Studiengangsführer erleichtert der BVG Studieninteressierten, Absolventen und Absolventinnen und Quereinsteigenden den Einstieg in die Geothermie. Junge Menschen, die einen Beruf im Bereich Erneuerbare Energien suchen, erhalten damit eine Orientierung und Übersicht über die Vielfalt der Studienmöglichkeiten.

Die Beschäftigung mit Geothermie ist interdisziplinär geprägt – es gibt aber auch eigene Studiengänge. Häufig führen unterschiedliche Fachrichtungen wie Geologie, Bohrtechnik, Maschinenbau, Energietechnik, Umwelt- oder Rechtswissenschaften in die Branche. In Deutschland und im europäischen Ausland finden sich zahlreiche Programme mit geothermischem Bezug – von praxisorientierten Bachelorstudiengängen bis hin zu spezialisierten Masterprogrammen. Auch internationale Angebote sind im Studiengangsführer übersichtlich zusammengefasst. Wer also eine Karriere in der Geothermie anstrebt, findet in Deutschland und auch im Ausland vielfältige akademische Angebote.

Studierende erwartet dabei eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis. In den Vorlesungen geht es längst nicht nur um Grundlagenwissen. Vermittelt werden modernste Technologien der Energienutzung, Bohr- und Messtechniken, hydrogeologische Modellierung, Energie- und Umweltmanagement oder Projektplanung und -steuerung. Exkursionen zu Bohrstandorten, Laborübungen und praxisnahe Forschungsprojekte zeigen, wie vielfältig die Geothermie ist: von der Erkundung tiefer Gesteinsschichten bis hin zur Nutzung von Grubenwasser oder der Entwicklung innovativer Wärmenetze. Wer hier studiert, verbindet wissenschaftliche Neugier mit ganz konkreter Anwendung und arbeitet an Lösungen, die unsere Energiezukunft sichern.

Für Studierende lohnt sich zudem aktuell ein Blick auf den Geothermiekongress (DGK) im November 2025 in Frankfurt am Main. Dort gibt es attraktive Sonderticketpreise und viele Gelegenheiten zum Netzwerken mit Fachleuten aus dem Berufsfeld der Geothermie.

Nach einem Bachelorabschluss ist ein Berufseinstieg bereits möglich, weitere Möglichkeiten eröffnen sich mit einem Masterabschluss. Doch auch Ausbildungswege bieten Einstiege: Die Nachfrage nach qualifizierten Technikern und Technikerinnen, insbesondere in den Bereichen Installation, Montage und Projektumsetzung, wächst stetig.

Die Broschüre ist ab sofort digital und in Print verfügbar. Den Studiengangsführer gibt es hier. Die Pressemitteilung in voller Länge finden Sie hier.

 


Geothermiekongress 2025: Vortragsprogramm erneut ausgebaut

Berlin, 12. September 2025 – Vom 18. bis 20. November 2025 trifft sich die deutsche und internationale Geothermiebranche zum Geothermiekongress im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt. Die Leitveranstaltung der Branche bringt Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Forschung zusammen und präsentiert innovative Lösungen für die zukünftige Energieversorgung. Der organisierende Bundesverband Geothermie e. V. freut sich über einen Rekord an Vortragseinreichungen. Die Teilnehmer erwarten an drei Tagen über 270 Vorträge und Poster, Exkursionen zu allen Arten der Geothermie sowie Diskussionsrunden und Möglichkeiten zum Netzwerken. Partnerland ist das Vereinigte Königreich.

Nach einem erfolgreichen Kongress in Potsdam im Jahr 2024 findet die Veranstaltung nun erstmals in Frankfurt statt. Gemeinsam mit der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA Hessen) als Partner wird ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, das Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen, eine Fachausstellung und zahlreiche Networking-Gelegenheiten umfasst. Als Hauptwissenschaftspartner begleitet das Fraunhofer IEG den Kongress und bringt seine Expertise in Forschung und Technologieentwicklung ein.

„Es ist beeindruckend, wie groß das Interesse an einem Austausch zur Geothermie ist. Wir bedanken uns bei allen Partnern, Sponsoren, den Referenten sowie dem wissenschaftlichen Komitee, die zum Erfolg der Veranstaltung in den Vorjahren wie auch in diesem Jahr beitragen“, betont Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie e. V.

Der Call for Papers verzeichnete in diesem Jahr einen Rekord an Beiträgen. Dadurch und durch die Workshopeinreichungen konnte das wissenschaftliche Komitee aus 270 Beiträgen ein umfassendes Programm zusammenstellen. Thematisch deckt der Kongress mit seinen Foren und Workshops sowohl Oberflächennahe als auch Mitteltiefe und Tiefe Geothermie umfänglich ab. Neben Praxiserfahrungen und Forschungsergebnissen technischer Art finden auch Themen wie Kommunikation und Akzeptanzarbeit sowie politische Rahmenbedingungen und Rechtsfragen einen Platz im Programm.

Auch die internationale Beteiligung ist weiterhin stark. Einreichungen kamen aus insgesamt 18 Ländern. Zahlreiche auch aus dem Partnerland des Geothermiekongresses 2025, dem Vereinigten Königreich. Mit der Gründung des National Geothermal Centre (NGC) im Juni 2024 hat Großbritannien ein klares Signal gesetzt, die Nutzung der Erdwärme auszubauen. Bis 2050 sollen dort 10 Gigawatt Wärme, 1,5 Gigawatt Strom und 50.000 neue Arbeitsplätze entstehen, gleichzeitig sollen 10 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Diese ambitionierten Ziele, kombiniert mit umfassender Forschungs- und Technologieentwicklung, machen das Vereinigte Königreich zu einem spannenden Partner für den Austausch mit der deutschen Geothermie-Branche.

Neben einem durchgängigen englischsprachigen Programmstrang wird es zugleich eine starke regionale Präsenz geben, unter anderem durch Workshops des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) und das Forum Hessen.

Zusätzlich zum vielseitigen Kongressprogramm, der begleitenden Ausstellung und einem Gesellschaftsabend wird es auch Exkursionen geben, unter anderem zum Rebstockbad in Frankfurt, zum GeoLab im Odenwald oder zum Geothermiewerk Bruchsal.

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erhalten mit der Science Bar erneut die Gelegenheit, ihre Abschlussarbeiten in Posterform zu präsentieren und um den Nachwuchsförderpreis des BVG zu konkurrieren.

Bereits jetzt steht der Termin für den Geothermiekongress 2026 fest. Vom 20.-22. Oktober 2026 kehrt die Wissensnetzwerk-Veranstaltung wieder ins Kongresshotel Potsdam zurück.

Alle Informationen zum Kongress und der Anmeldung finden Sie hier:  
www.der-geothermiekongress.de

Die Pressemitteilung als .pdf finden Sie hier.


Geothermiebeschleunigungsgesetz: Wichtiger Schritt für mehr Versorgungssicherheit

Berlin, 21. Juli 2025 – Mit dem neuen Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG) legt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einen Entwurf vor, den der Bundesverband Geothermie e. V. in vielen Punkten sehr positiv bewertet. Die Einführung eines ersten Geothermie-Gesetzes überhaupt, die Betonung des öffentlichen Interesses, die Fristenregelungen in Bergrecht und Wasserrecht sowie weitere Änderungen am Umweltschutzrecht begrüßt der Erdwärme-Branchenverband im Rahmen der Verbändeanhörung. Er bringt überdies auch Verbesserungsvorschläge ein. Diese zielen darauf ab, die Umsetzung von Geothermie-Projekten noch effektiver zu vereinfachen, zu beschleunigen und Investitionssicherheit zu erhöhen.

Mit dem Geothermiebeschleunigungsgesetz (GeoBG) soll Deutschland endlich eine verbindliche Rechtsgrundlage erhalten, die speziell auf die Belange der Geothermie zugeschnitten ist. Der Bundesverband Geothermie e. V. betrachtet es als Meilenstein, dass mit dem GeoBG ein eigenständiges Stammgesetz für die Geothermie geschaffen werden soll. Besonders positiv hervorzuheben ist, dass das GeoBG für die Geothermie ein „überragendes öffentliches Interesse“ festschreibt.

„Die Geothermie wurde bisher immer in bestehende Regelwerke zur Nutzung anderer Technologien bzw. Energieformen eingeordnet. Das passt nicht überall. Deswegen ist es von herausragender Bedeutung, dass nun mit dem Geothermiebeschleunigungsgesetz einige Regelungen nachgebessert werden, damit der Beitrag der Geothermie zu Klima- und Umweltschutz ebenso wie zur Versorgungssicherheit weiter gesteigert werden kann“, sagt BVG-Geschäftsführer Gregor Dilger.

Gegenüber dem Entwurf der Ampelregierung – damals noch GeoWG abgekürzt - sieht der neue GeoBG Entwurf eine Erweiterung des Anwendungsbereichs auf Wärmeleitungen sowie grundsätzlich auch auf die Nutzung von Kälte vor. Zudem sollen seismische Messungen mittels Vibration auf befestigten Wegen erleichtert werden, wodurch mehr Messungen pro Jahr möglich sind. Dadurch können die Messungen, mit denen eine Modellerstellung des Untergrunds ermöglicht wird, für die über 150 in Entwicklung befindlichen Geothermie-Großanlagen in kürzerer Zeit durchgeführt werden.

Erleichterungen bei der Prüfung der Projektstandorte mit Blick auf Eignung für ein atomares Endlager sind im aktuellen Entwurf nicht vorgesehen, obwohl Politik und viele Fachleute sich in der Vergangenheit dafür ausgesprochen haben. Bislang muss selbst für kleine Anlagen wie jene in Einfamilienhäusern bei Bohrungen ab 100 Metern Tiefe geprüft werden, ob an diesem Standort ein Endlager möglich ist. „Das ist nicht sinnvoll, denn technisch möglich sind Endlager erst ab einer Tiefe von 300 oder sogar 400 Metern. Deswegen halten wir eine Verschiebung dieser Grenze weiterhin für bedeutend und hoffen hier im weiteren Gesetzgebungsverfahren auf Verbesserungen“, sagt Dilger.

Der Verband fordert darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Gleichstellung mit anderen Energieformen wie Windenergie und damit der vollständigen Umsetzung von EU-Richtlinien. Unter anderem soll die baurechtliche Privilegierung im Außenbereich sowie die Bereitstellung öffentlicher Flächen über das Geothermiebeschleunigungsgesetz angegangen werden. Ebenso fordert der Bundesverband Geothermie zur vollständigen Umsetzung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie – vergleichbar zur Windenergie – auch für alle Formen der Geothermie die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten. „Geothermie kann einen zentralen Beitrag zum Klimaschutz, zu langfristig stabilen Energiepreisen und zur Versorgungssicherheit leisten. Erdwärme ist überall und jederzeit verfügbar. Für ihre Nutzung müssen keine Brennstoffe importiert und deren Lieferwege abgesichert werden. Und technologisch haben wir in Deutschland alle Kompetenzen in der eigenen Hand“, sagt Dilger und verweist damit auf die volkswirtschaftliche Bedeutung des Geothermieausbaus.

Mit Blick auf die Dringlichkeit der Wärmewende ist eine zeitnahe Verabschiedung des Gesetzes, die sich zuletzt durch das Scheitern der Ampelregierung verzögerte, entscheidend. Dass die Regierung diesem Thema Rechnung trägt, indem sie das Gesetz noch vor der Sommerpause auf die Agenda gehoben hat, hält der BVG für ein wichtiges Bekenntnis zum Geothermieausbau.

Die Pressemitteilung als .pdf können Sie hier herunterladen.


Statement des Bundesverbandes Geothermie e.V. zum Entwurf eines Gesetzes zur Beschleunigung des Ausbaus von Geothermieanlagen

„Es ist ein großer Schritt, dass mit dem Geothermiebeschleunigungsgesetz erstmals auch ein Geothermie-Stammgesetz eingeführt wird und auch das überragende öffentliche Interesse nochmals spezifisch für die Geothermie festgeschrieben wurde. Dadurch wird die Bedeutung der Geothermie für das Gelingen der Wärme- und Kältewende bestätigt.

Mit der Einführung von Duldungspflichten und der Maßgabe zu §44 Absatz 1 Nummer 2 des Bundesnaturschutzgesetzes hat die Bundesregierung einen Vorschlag der Geothermiebranche aufgegriffen, der die Erkundung unseres Erdbodens deutlich erleichtert. Damit können zeitliche Engpässe bei den seismischen Messungen für die über 150 geplanten tiefengeothermischen Anlagen vermieden werden.

Ebenso ist zu begrüßen, dass das Gesetz nun grundsätzlich auch die Bereitstellung von Kühlenergie miteinschließt. Dies ist gerade hinsichtlich des im Zuge des Klimawandels steigenden Bedarfs an Kühlenergie sinnvoll und konsequent. Auch die Aufnahme von Wärmeleitungen in den Geltungsbereich des GeoBG begrüßen wir ausdrücklich.

Vorhabenszulassungen können durch Erleichterungen im UVP-Recht weiter vereinfacht werden. Insbesondere steht die Pflicht bei der Grundwasserentnahme von mehr als 10 Mio. m³ pro Jahr eine vollständige Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen, einer deutlichen Skalierung der Vorhaben im Wege. Diese Regelung wurde eingeführt, um die Entnahme großer Wassermengen und deren Auswirkungen auf die Umwelt im Blick zu haben. Bei Geothermieanlagen wird aber ohnehin nur Wasser zirkuliert und daher stets wieder zurückgeführt und dabei in seiner stofflichen Zusammensetzung nicht verändert. Deswegen ist eine Befreiung der Geothermie von dieser Regelung sinnvoll. Ebenso sollten auch Heizzentralen und Stromerzeugungsanlagen in die bergrechtlichen Verfahren und die UVP-Vorprüfungen einbezogen werden.

Zwischenzeitlich waren auch Erleichterungen bei der Prüfung der Projektstandorte hinsichtlich Eignung für ein atomares Endlager in der Diskussion. Bislang muss auch für kleine Anlagen, z.B. in Einfamilienhäusern ab 100 Meter Tiefe, geprüft werden, ob an diesem Standort ein Endlager möglich wäre, obwohl dies allgemeinhin erst ab 300 oder sogar 400 Metern technisch möglich bzw. sinnvoll ist. Daher wäre eine Verschiebung der Grenze auf 300 oder 400 Meter weiterhin von großer Bedeutung, um die Genehmigungen für Erdwärmeheizungen zu beschleunigen.

Bund, Länder und Kommunen sollten geeignete Flächen für Bohrplätze, Heizwerke, Wärmenetze sowie zur Installation von Erdwärmekollektoren und Sondenfelder bereitstellen, um den Ausbau der Geothermie zu vereinfachen. Dies kann durch eine Ergänzung des GeoBG (Stammgesetz) geregelt werden.“

§ 31 BBergG sieht aktuell die Möglichkeit einer Förderabgabe für die Zirkulation von Thermalwasser bzw. darin enthaltener Erdwärme (als bergfreien Bodenschatz) vor. Gängige Praxis ist, dass Geothermieanlagen durch Landesrecht von dieser Zahlung befreit sind. § 31 BBergG sollte so ergänzt werden, dass Geothermieanlagen von der Förderabgabe generell befreit sind. Der Staat sollte für etwas, das er fördert, keine Abgaben erheben.“


Statement zum „Energieplan" der Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder haben die Bundesregierung aufgefordert, bis Jahresende eine Langfriststrategie für das Erreichen der Klimaneutralität vorzulegen.

 Dazu erklärt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie e.V.:

„Für die von den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder geforderte Langfriststrategie für den klimaneutralen Umbau des Energiesystems in Deutschland (Energieplan Deutschland) braucht es auch eine Strategie zum Ausbau aller geothermischen Technologien. Diese sollte im Rahmen eines Geothermiegipfels auf höchster Ebene erörtert werden. Geothermie bietet Versorgungssicherheit und ist klimafreundlich sowie wirtschaftlich. Damit Deutschland von diesem vielfachen Systemnutzen in vollem Umfang profitieren und der Markthochlauf verstetigt werden kann, sind Planungs- und Investitionssicherheit wichtig. Die Bundesregierung sollte dabei die wichtigen, im Koalitionsvertrag genannten Reformvorhaben schnell umsetzen. Von zentraler Bedeutung sind in diesem Zuge unter anderem die gesetzliche Regelung der BEW-Förderung sowie eine deutliche Mittelaufstockung, umfassende Genehmigungserleichterungen über das Geothermiebeschleunigungsgesetz, eine schnelle Einführung eines Instruments zur Absicherung der Fündigkeit tiefengeothermischer Bohrungen, sowie eine zeitnahe Absenkung des Strompreises um fünf Cent pro Kilowattstunden, die auch bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.“


Geothermiekongress 2025: Registrierung geöffnet

Berlin, 19. Juni 2025 – Der Geothermiekongress 2025 (DGK) hat seine Registrierung geöffnet. Ab sofort können sich Forschende, Gäste aus der Energiewirtschaft, Vertreter und Vertreterinnen von Unternehmen und insbesondere Stadtwerken, sowie Studierende für eine Teilnahme am größten Geothermiekongress Deutschlands anmelden. In diesem Jahr findet der DGK vom 18. bis 20. November 2025 in Frankfurt am Main statt.

Mit 1.200 Teilnehmenden konnte der DGK im vergangenen Jahr einen Besucherrekord aufstellen. Daran will der BVG anknüpfen – und hat mit der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) sowie dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) starke regionale Kooperationspartner gewonnen. Zudem ist das Vereinigte Königreich das Partnerland dieser Ausgabe des Kongresses. Dort setzt man mit dem neu gegründeten National Geothermal Centre ein starkes Zeichen für die Nutzung des bislang weitgehend unerschlossenen geothermischen Potenzials.

Zum Auftakt am 18. November bietet der Workshoptag eine Bandbreite von Themen, von KI in der Geothermie über Chancen für Erdwärme in Frankfurt am Main bis hin zu Themen wie politische Rahmenbedingungen für die Geothermie auf EU-Ebene. Exkursionen und Abendveranstaltungen runden das Programm ab.

Der DGK findet zu einem politisch bedeutsamen Zeitpunkt statt: Mit dem Bekenntnis zur zeitnahen Umsetzung eines Geothermie-Erschließungsgesetzes im Koalitionsvertrag hat die amtierende Regierung Erdwärme auf ihrer Agenda weit nach oben gehoben. Damit bestärkt Deutschland den Handlungsbedarf in Sachen Dekarbonisierung der Wärmenetze. Diese bietet auch die Chance, das Land langfristig unabhängiger von Importen fossiler Energieträger aufzustellen.

„Geothermie punktet mit hoher Effizienz und Systemnutzen. Durch ihren niedrigen Strombedarf kann Erdwärme wie kaum eine andere Energiequelle die Stromnetze entlasten. Zudem muss Deutschland weniger Mittel für den Import von Energieträgern sowie deren Absicherung stecken, wenn es für seine Wärmeversorgung verstärkt auf Geothermie setzt. Erdwärme ist verlässlich und immer verfügbar“, sagt BVG-Geschäftsführer Gregor Dilger.

Auch auf EU-Ebene hat man sich zu einer Geothermie-Strategie verpflichtet. In diesem Spannungsfeld ist der Kongress besonders relevant und bietet die einmalige Chance, das Zukunftsthema Geothermie in all seinen Facetten kennenzulernen und das eigene Wissen zu vertiefen. Sie wollen beim DGK vortragen und von einer vergünstigten Teilnahme profitieren? Der Call for Papers läuft noch bis Ende des Monats.

Alle Informationen zum Kongress und der Anmeldung finden Sie hier:  

www.der-geothermiekongress.de

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Saisonale Wärmespeicherung als Chance für Deutschland

Berlin, 11. Juni 2025 – Überschüssige Wärme im Sommer speichern und im Winter nutzbar machen – und dabei im Sommer Gebäude bei höchster Effizienz kühlen. Das ermöglichen geothermische Speicher. Der Bundesverband Geothermie e.V. hat nun ein Hintergrundpapier veröffentlicht, das den aktuellen Stand der Forschung zusammenfasst.

Mit Blick auf die Dekarbonisierung der Wärmenetze ist auch die saisonale Speicherung von Wärme ein entscheidender Hebel. In Deutschland könnten geothermische Speicher vielerorts eingesetzt werden – und das überaus effizient.

„Das Erdreich schickt nicht nur keine Rechnung, sondern hilft sogar beim Sparen: In vielen Fällen kann die kombinierte Nutzung des Erdreichs zur Beheizung und Kühlung von Gebäuden die Investitionskosten drastisch senken. Bei Erdwärmesondenanlagen sind bis zu zwei Drittel der Kosten beim reinen Heizbetrieb möglich.“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie e.V.

Erdwärmesondenspeicher lassen sich beispielsweise nahezu überall realisieren: Diese Speicher, im Englischen Borehole Thermal Energy Storage (BTES) genannt, werden in geschlossenen, vertikalen Rohrsysteme betrieben – ähnlich wie das Prinzip einer Heizdecke. Einen solchen innovativen Erdwärmesondenspeicher gibt es bereits an einigen Orten in Deutschland, u.a. in Crailsheim (Baden-Württemberg). Über Solarthermie mit saisonaler Zwischenspeicherung werden dort 260 Wohneinheiten, eine Schule und eine Sporthalle versorgt.

Überaus effizient sind auch Aquiferwärmespeicher, die überschüssige Wärme in Thermalwasserschichten speichern. Aquiferwärmespeicher können bis zu 80 Prozent der zuvor eingespeicherten Wärme- oder Kühlenergie nach Monaten aus dem Speicher nutzen. Die Effizienz steigt bei zunehmender Betriebsdauer sogar – da sich die eingelagerte Wärme bzw. Kälte auch auf das umgebende Gestein übertragen. In Deutschland gibt es gegenwärtig an drei Standorten solche Speicher. Der wohl prominenteste davon ist das Reichtagsgebäude in Berlin, das über zwei Aquiferspeicher, einen Kälte- und einen Wärmespeicher, verfügt.

Grubenwärmespeicher (Mine Thermal Energy Storage) könnten eine interessante Nachnutzung von Bergbauinfrastruktur ermöglichen. Geforscht wird hierzulande dazu in Bochum (NRW) und in Freiberg (Sachsen). Auch auf diese Form der Speicher geht das Hintergrundpapier detailliert ein. Informationen zu Speichern zur Stromrückgewinnung, Speichern mit CO2 als Arbeitsmittel sowie zu rechtlichen Grundlagen, sozialen und Umweltaspekten runden das Papier ab und machen es zu einer soliden Entscheidungsgrundlage, die die Errichtung dieser Speicher vorantreiben soll.

 „Die Wärmenetze zu dekarbonisieren ist eine große Aufgabe – umso wichtiger, dass wir einen so wirksamen Hebel wie die saisonale Speicherung von Wärme und Kälte in Deutschland nicht ungenutzt lassen“, so Dilger.  

Das Hintergrundpapier in voller Länge finden Sie hier.

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Geothermie im Koalitionsvertrag: Gute Basis mit Luft nach oben

Berlin, 30. April 2025 – Die Parteigremien und Parteimitglieder von CDU/ CSU und SPD haben dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Geothermie spielt im Regierungsprogramm für die kommende Legislatur eine wichtige Rolle. Dennoch müssen wichtige Weichen jetzt gestellt werden.

Der Bundesverband Geothermie e. V. (BVG) begrüßt die vielfältigen Maßnahmen, die der Koalitionsvertrag für den Geothermieausbau in Deutschland vorsieht, ausdrücklich. Drei zentrale Punkte sind dabei besonders positiv zu bewerten: Das geplante verbesserte GeoWG, die geplante Einführung eines Instruments zur Absicherung der Fündigkeit sowie die gesetzliche Regelung und Aufstockung der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW). Als zentrales Förderinstrument für den Aus- und Umbau von Nah- und Fernwärmenetzen sollte diese nicht mehr von einer jährlichen Mittelzuweisung im Bundeshaushalt abhängig sein. „Die im Koalitionsvertrag angestrebte Entlastung um 5 Cent pro Kilowattstunde ist ebenfalls ein wichtiger Schritt. Es sollte dabei sichergestellt werden, dass die Preissenkung auch beim Bürger und Kunden ankommt“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbands Geothermie e.V.

Entscheidend ist, dass die genannten Maßnahmen möglichst zügig implementiert werden, denn die Umsetzung der Wärmewende duldet keinen Aufschub. In der Geothermie-Strategie der neuen Regierung ist dabei noch Luft nach oben. Der BVG fordert einen Ausbaupfad für alle geothermischen Technologien bis zum Jahr 2045. In diesem Zusammenhang hält der Bundesverband Geothermie weitere Maßnahmen für sinnvoll:

  • Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) verbessern: „Aktuell findet die Langlebigkeit geothermischer Technologien noch zu wenig Berücksichtigung in der Förderung. Durch die bestehende Fördersystematik und eines zu niedrigen Förderhöchstbetrags stehen bei vielen Projekten keine zusätzlichen Mittel für die Erdwärmesonden und -kollektoren zur Verfügung, die eine Lebensdauer von mitunter 100 Jahren und mehr aufweisen“, sagt Dilger
  • Marktelement in der Fernwärmeverordnung anpassen, Geothermie mitdenken: „Es kann nicht sein, dass die geothermische Fernwärme, die eigentlich mit großer Versorgungssicherheit und dadurch stabilen Energiepreisen verbunden ist, durch eine bürokratische Kopplung an fossile Brennstoffpreise, verteuert wird.“ Privilegierung im Außenbereich für Geothermieanlagen festschreiben: „Diese sollte im Baugesetzbuch, ähnlich wie bereits für die Windenergie, festgeschrieben werden, womit die Umsetzung von Geothermieanlagen beschleunigt würde.“
  • Bessere Adressierung der Oberflächennahen Geothermie „Aktuell wird die Oberflächennahe Geothermie stets mit anderen Wärmequellen unter Wärmepumpen subsummiert, in Ausbaustrategien wie auch in Statistiken. Das sollte dringend geändert werden, um den großen Systemnutzen der Erdwärmenutzung bis 400 Meter im Blick zu behalten.“

Geothermische Technologien zeichnen sich durch eine hohe Effizienz und niedrige volkswirtschaftliche Kosten aus. Zudem entlasten sie die Netze und stärken die regionale Wertschöpfung. „Es ist daher nur folgerichtig, dass die Rahmenbedingungen für den Ausbau der Erdwärmenutzung angepasst werden, damit die Geothermie ihre Stärken für die Allgemeinheit ausspielen kann“, sagt Dilger.

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Geothermiekongress 2025: Call for Papers gestartet

Berlin, 20. März 2025 – Der größte Geothermiekongress Deutschlands, dieses Jahr mit dem Partnerland Großbritannien lädt Forschende sowie Unternehmensvertreterinnen und -vertreter ein, Vorträge zu neuen Erkenntnissen im Bereich der Erdwärmenutzung einzureichen. Aus den Einreichungen wählt das Wissenschaftliche Komitee über 200 Fachvorträge, die sämtliche Aspekte der Geothermie beleuchten. Bis zum 30. Juni 2025 können Sie in deutscher oder englischer Sprache Vorschläge einreichen.

Nach dem erfolgreichen Kongress im vergangenen Jahr in Potsdam mit rund 1.200 Teilnehmenden findet der Geothermiekongress (DGK) 2025 vom 18. bis 20. November im House of Logistics and Mobility (HOLM) in Frankfurt am Main statt. Mit dem offiziellen Call for Papers ruft der Bundesverband Geothermie (BVG) zur Einreichung von Beiträgen auf und läutet damit die heiße Phase der Vorbereitungen ein.

Vorträge können zu allen Nutzungsformen der Geothermie eingereicht werden. Bei der Tiefen und Mitteltiefen Geothermie stehen unter anderem Themen wie die geologische Landesaufnahme und regionale Feldesentwicklung, Bohrtechnologien sowie weitere Erschließungsmethoden und übertägige Energieanlagen im Fokus. Im Bereich der Oberflächennahen Geothermie sind Beiträge zu verbesserten Erschließungsmethoden sowie innovativen Nutzungskonzepten in Quartieren mit kalten Nahwärmenetzen besonders gefragt. Zudem werden Beiträge zu Wärme- und Kältespeichern sowie zur Energie- und Forschungspolitik erwartet.

Junge Wissenschaftler*innen sind eingeladen, am Posterwettbewerb „Science Bar“ teilzunehmen. Die besten Poster qualifizieren sich für eine Präsentation vor einer renommierten Jury. Die herausragendste Präsentation wird mit dem Science-Bar-Preis ausgezeichnet.

Ab September können die Langfassungen der Beiträge eingereicht werden – idealerweise bis kurz vor Kongressbeginn. Jede Langfassung erhält eine DOI-Nummer über Zenodo. Zudem werden alle angenommenen Beiträge 2026 im digitalen Tagungsband zu veröffentlicht.

Den vollständigen Call for Papers mit weiteren Themen und Informationen zur Einreichung finden Sie auf der Kongresshomepage: https://www.der-geothermiekongress.de/kongress/call-for-papers

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Landkarte: Über 150 Geothermieprojekte mit ingesamt bis zu zwei Gigawatt geplant

Berlin, 17. Februar 2025 – Die Landkarte „Tiefe Geothermieprojekte in Deutschland“, die alle bestehenden Projekte sowie jene im Bau und in Planung aufführt, ist seit vielen Jahren sehr gefragt und in Deutschland einzigartig. Die aktuelle Ausgabe zeigt, dass die Zahl der Projekte in Planung stark gestiegen ist. Der Bundesverband Geothermie e.V. (BVG), der die Karte herausgibt, erklärt, was zu tun ist, damit die große Ausbaudynamik in den kommenden Jahren nicht gebremst wird.

Derzeit sind 42 tiefengeothermische Anlagen in Betrieb. Insgesamt 40 dieser Anlagen nutzen mit Bohrungen von meist mehreren tausend Metern Tiefe die Erdwärme zur Bereitstellung von Wärme. Weitere elf speisen Strom in die Netze ein, teilweise ergänzend zur Fernwärmelieferung. In Bau sind derzeit16 Anlagen. Die Zahl der Aufsuchungserlaubnisse hat sich in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt: Von 82 im Januar 2023 auf mittlerweile 155 Anlagen, die gegenwärtig geplant sind und zwischen einem und zwei Gigawatt Wärme (und teilweise auch Strom) bereitstellen könnten.

„Das Potenzial für Geothermie in Deutschland ist immens. Allein mit der Nutzung von natürlichen Thermalwasservorkommen mithilfe der Tiefen Geothermie kann perspektivisch rund ein Viertel des Wärme- und Kältebedarfs in Deutschland gedeckt werden“, sagt Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie e.V. (BVG). „Für viele Stadtwerke und private Unternehmen ist die Geothermie eine interessante Option, um langfristig sichere und bezahlbare Wärme bereitzustellen. Deswegen ist das Interesse in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zudem sind das Know-how und die Erfahrung mit solchen Projekten in Deutschland groß. Investoren und Dienstleister wünschen sich aber ein verlässliches Bekenntnis der Politik und die damit verbundene Investitionssicherheit.“

Von der nächsten Bundesregierung fordert die Branche eine klare Ausbaustrategie für die Nutzung aller geothermischer Technologien und Verbesserungen der Rahmenbedingungen mit Ausbauzielen für die Tiefe, Mitteltiefe Geothermie und Oberflächennahe Geothermie. Die von der Bundesregierung, der staatlichen Förderbank KfW und einem privaten Versicherer entwickelte finanzielle Absicherung von Geothermiebohrungen muss schnell eingeführt werden. Sie ist bei einem geringen Bedarf an Haushaltsmitteln geeignet, Milliardeninvestitionen abzusichern.

Damit die Wärmewende schneller vorangeht, muss die nächste Regierung die Erleichterungen und Beschleunigungen zeitnah beschließen, die im Geothermiebeschleunigungsgesetz vorlagen, welches durch den Bruch der Koalition ausgebremst wurde.

Wenn wie geplant die Tiefe Geothermie von derzeit 1,8 TWh auf 10 TWh pro Jahr ausgebaut wird, wie die scheidende Bundesregierung es sich bis zum Jahr 2030 zum Ziel gesetzt hat, könnten in Deutschland rund 24.000 neue Arbeitsplätze entstehen, 34 Millionen Tonnen CO2 vermieden und Importkosten für fossile Brennstoffe von bis zu 9 Milliarden Euro eingespart werden, schätzt der BVG.

Der Verband aktualisiert die Karte im jährlichen Rhythmus. Zusätzlich bietet der BVG unter diesem Link nun auch eine digitale Karte an, die unterjährig in regelmäßigen Abständen aktualisiert wird.

Die Pressemitteilung in voller Länge können Sie hier herunterladen.