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Projekttagebuch Potsdam

Diese Seite ist ein Projekttagebuch zum Geothermieprojekt „Erdwärme für Potsdam“ der Stadtwerke Potsdam. Als FÖJ-lerin beim Bundesverband Geothermie werde ich den Bau der Geothermieanlage dokumentieren. Geplant ist es, jede Woche mindestens einmal an die Baustelle zu fahren und Foto-Updates sowie möglicherweise Interviews zum Voranschreiten der Bohrarbeiten auf dieser Seite zu veröffentlichen.

Zum Geothermieprojekt in Potsdam:                                                                                                              In Potsdam soll eine hydrothermale Geothermieanlage entstehen, die die Bürger Potsdams mithilfe von Erdwärme etwa 50 Jahre lang mit klimaneutraler Fernwärme versorgen soll. Die seismischen Untersuchungen wurden schon im Voraus abgeschlossen, jetzt folgt die nächste Phase, die den Bohrplatzbau und dann die erste von zwei Bohrungen enthält.                                                                     Mehr können Sie hier auf der Seite der Stadtwerke Potsdam erfahren.


30.11.2022: Schallschutzwände

Zum heutigen Foto:

Auf dem heutigen Foto kann man sehen, dass sich seit letzter Woche doch so Einiges verändert hat. Es wird alles für den Beginn der Bohrungen vorbereitet, der am 15. Dezember geplant ist. Die grünen Wälle, die gerade im Bau sind, nennen sich Schallschutzwände, und sind nötig, um die höchstzugelassenen 55dB pro Tag nicht zu überschreiten.

Schallschutzwände werden benutzt, um Lärm, der von einer punktuellen, linienförmigen oder flächigen Schallquelle ausgeht (in diesem Fall von den Bohrarbeiten), zu dämmen, so dass an einem zu schützenden Immissionsort der Lärm so weit abgeschwächt wird, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden (TA-Lärm). Schallschutzwände haben eine lärmabschirmende Wirkung, d.h. sie verhindern teilweise die Ausbreitung des Schalls. Auf diese Weise lassen sich Lärmminderungen von bis zu 20 dB(A) erreichen.

Nach Angaben der Stadtwerke Potsdam soll (ab dem 15. Dezember) in den zwei Bohrlöchern bis zu einer Tiefe von 2000 Metern im 24 Stunden Betrieb ca. 50 Tage gebohrt werden. Die Bohrungen enden voraussichtlich im Juni 2023.


23.11.2022: Start des Projekttagebuchs "Erdwärme für Potsdam"

Zum heutigen Foto:

Auf dem heutigen Foto kann man den Bohrplatz sehen, der für die erste Bohrung vorbereitet wird. Der Potsdamer Bohrplatz soll inklusive Reserveflächen eine Fläche von etwa 6000m2 haben.

Ein Bohrplatz muss über einen Wasser- und Stromanschluss verfügen und wird immer so angelegt, dass keine wassergefährdenden Flüssigkeiten in den Untergrund gelangen können. Das Entwässerungskonzept und das Abfallentsorgungskonzept für den Bohrplatz müssen festgelegt werden. Mit dem Fundament sollten im Falle einer Dublette mit Schrägbohrungen auch beide Standrohre und Bohrkeller der geplanten Bohrungen bereits vor Bohrbeginn realisiert werden. Auffangbecken und Zwischenlagerung von Bohrklein und Bohrschlamm während der Bohrarbeiten müssen entworfen werden. 

Nach Angaben der Stadtwerke Potsdam wird der Bohrturm 33 Meter hoch sein, und nach dem Ende der Bohrungen, das Anfang 2023 geplant ist, wieder abgebaut werden. Das Heizwerk selbst wird einen sehr viel geringeren Platzbedarf haben.