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Absorption

Der Begriff Absorption (lat.: absorptio = Aufsaugung) bezeichnet im Allgemeinen das Aufsaugen, das In-sich-Aufnehmen von etwas und ist nicht zu verwechseln mit der Adsorption.

In der Physik kann es sich um die Absorption (Dissipation) oder Dämpfung einer Welle in einem dämpfenden Stoff oder Körper handeln (elektromagnetische Wellen, Schallwellen) oder auch um die Absorption von Teilchenströmen (Partikelstrahlen, radioaktive Strahlung) und Stoffströmen (Lösen von Stoffen ineinander). Der Absorptionskoeffizient ist wie in der Optik der Exponentialkoeffizient der Abnahme der Intensität einer ebenen (also divergenzfreien) Welle. Er ist eine Materialkonstante des Übertragungsmediums bei der Schallausbreitung. Weil diese Materialkonstante nur durch dissipative Absorption gekennzeichnet ist, ist sie faktisch identisch mit dem Dissipationskoeffizient.

Bedeutung in der Seismik

In der Seismik beschreibt die Absorption die Amplitudenabnahme (ebener) elastischer Wellen im Untergrund. Häufig wird statt des Absorptionskoeffizienten dessen Kehrwert Q angegeben. Die Absorption (Dämpfung) ist in der Seismik frequenzabhängig. Ist diese Abhängigkeit linear, spricht man auch von consant-Q.

Absortion bei der Wellenausbreitung bedingt auch eine Dispersion, also eine Frequenzabhängigkeit der Schallgeschwindigkeit. Die Amplitudenabnahme durch Absortion überlagert sich in der Praxix der Amplitudenabnahme durch die Geometrie der Welle (geometrical spreading).

In einem geklüfteten Material tritt eine Streuung an diesen Klüften auf, was zu einer Amplitudenabnahme führt, die in der Praxis von der Absorption im engeren Sinne nicht zu unterscheiden ist.

Alle diese Größen sind in der Natur meist abhängig von der Richtung der Wellenausbreitung (anisotrop). Dies gilt besonders für geklüftete Materialien, wenn die Klüftung eine Vorzugsrichtung hat.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Absorption_(Physik)

zuletzt bearbeitet April 2020.