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Arsen

Arsen [aʁˈzeːn] ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol As und der Ordnungszahl 33. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 4. Periode und der 5. Hauptgruppe (Gruppe 15) oder Stickstoffgruppe. Arsen kommt selten gediegen vor, meistens in Form von Sulfiden. Es gehört zu den Halbmetallen, da es je nach Modifikation metallische oder nichtmetallische Eigenschaften zeigt.

Arsenverbindungen kennt man schon seit dem Altertum. Obwohl sie hochgradig giftig sind, werden sie als Bestandteil einzelner Arzneimittel verwendet. Arsen wird zur Dotierung von Halbleitern und als Bestandteil von III-V-Halbleitern wie Galliumarsenid genutzt. 

Arsen kommt in geringen Konzentrationen von bis zu 10 ppm praktisch überall im Boden, in Gesteinen, im Grundwasser und in Fließgewässern vor. Es ist in der Erdkruste ungefähr so häufig wie Uran oder Germanium. In der kontinentalen Erdkruste kommt Arsen mit durchschnittlich 1,7 ppm vor, wobei es durch seinen lithophilen Charakter (= Silikat liebend) in der oberen Kruste angereichert ist (2 ppm gegenüber 1,3 ppm in der unteren Kruste). Damit liegt Arsen in der Tabelle der häufigsten natürlich vorkommenden Elemente an 53. Stelle.

In der Luft findet man Arsen in Form von partikulärem Arsen(III)-oxid. Als natürliche Ursache dafür hat man Vulkanausbrüche identifiziert, die insgesamt jährlich geschätzte 3000 Tonnen Arsen in die Erdatmosphäre eintragen. Bakterien setzen weitere 20.000 Tonnen in Form organischer Arsenverbindungen wie Trimethylarsin frei. Ein großer Teil am freigesetzten Arsen entstammt der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle oder Erdöl. Die geschätzten Emissionen, verursacht durch den Straßenverkehr und stationäre Quellen, betrugen 1990 in der Bundesrepublik Deutschland 120 Tonnen (20 Tonnen in den alten, 100 Tonnen in den neuen Bundesländern). Die Außenluftkonzentration von Arsen liegt zwischen 0,5 bis 15 Nanogramm pro Kubikmeter. 

Bedeutung für die Geothermie

Da Arsen in der Natur parktisch überall vokommt findet man es auch in geothermischen Thermalwässern oder in mitgeförderten Feststoffen. Hier wird jedoch Arsen nicht etwa durch den geothermischen Prozess angereichert sondern es wird in seiner  natürlichen Kozentration vorgefunden. Dass Arsen dennoch insbesondere bei Akzeptanzdiskussionen eine Rolle spielt, ist darauf zurückzuführen, dass Bürgerinitiativen die natürliche Angst vor Arsen, die sich aus dem allgemeinen Bekanntsein seiner hohen Giftigkeit ergibt, nutzen, um öffentlichwirksam auf den Arsengehalt z.B. von Thermalwässern hinzuweisen.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Arsen

zuletzt bearbeitet April 2020, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de