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Ausgasung

Ausgasungen des Lavafeldes Leirhnjúkur. Quelle: Wikipedia

Unter Aus- oder Entgasung versteht man das Freisetzen von Gasen aus flüssigem oder festem Material. Dies kann aufgrund von Druckentlastung, Temperaturerhöhung oder auch anderen Prozessen, wie beispielsweise bakterieller oder chemischer Umwandlung, erfolgen.

Entgasung ist ein häufiger Vorgang in der Natur. Technisch kann er sowohl gewünscht sein, zum Beispiel beim Aushärten von Klebeverbindungen oder bei der Pyrolyse, aber auch ungewünscht, etwa bei Deponieanlagen oder bei der Produktion von Microchips.

Ausgasung tritt am stärksten bei sich erwärmenden Flüssigkeiten in Verbindung mit einer Druckminderung ein und wird hier von der Löslichkeit der Gase bestimmt. Diese nimmt in der Regel bei sinkendem Partialdruck und steigenden Temperaturen entsprechend dem Henry-Gesetz ab. Die Freisetzung von Gasen kann aber auch durch die Bildung von Poren erfolgen - auf natürlichem Wege oder beim Ausgasen von Schaumstoffen. Eine bekannte Form der Entgasung einer Flüssigkeit erfolgt beim Öffnen einer Mineralwasserflasche mit Kohlensäure.

Bezug zu Geothermie

Im Zusammenhang mit Geothermie hat Ausgasung unterschiedliche Bedeutungen:

  • Ausgasung aus dem Thermalwasser durch Absenkung von Druck und Temperatur. Im Wesentlichen wird dies CO2 sein, möglich sind aber auch geringe Mengen anderer Gase wie Methan oder auch Radon.
  • Ausgasung durch die Erdoberfläche (Emanation). Da Gase leichter sind als das Grundwasser, steigen Gase im Untergrund auf, soweit eine Gaswegsamkeit besteht. Diese gasen dann letztlich in die Atmosphäre aus.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Ausgasung