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Azimutstatistik (Seismik)

Ausschnitt aus dem 'Spider'- Diagramm (Offset- und Azimutstatistik) der Messung Schneeberg. Quelle: LIAG

In der Seismik ist die Azimutstatistik eine statistische Betrachtung der Azimutverteilung der Verbindungslinien von Quell-Empfängerpaaren, die dem Bin einer seismischen 3D-Messung zugehören. Dargestellt wird die Azimutstatistik oft zusammen mit der Offsetstatistik in einem 'Spider' - Diagramm, in dem für jedes Bin die Quell- und Empfängerpositionen für alle Paare, die den Mittepunkt in diesem Bin haben als Verbindungslinie dargestellt werden. Diese Spiderfiguren können sich in X- und Y-Richtung periodisch identisch wiederholen und so zu charakterischen Artifakten in Ergebnissen seismischer Messungen führen (acquisition footprints). Random-Komponenten in der Aufnahmegeometrie (besonders bei den Quellpositionen) können dies unterdrücken.

Es wird angestrebt, dass die Azimutverteilung möglichst gleichförmig ist, insbesondere wenn über die Streichrichtung geologischer Strukturen keine Vorabinformationen vorliegen. Ist das Streichen wesentliches Strukturen bekannt, kann die Azimutverteilung in Bezug hierauf auch optimiert werden.

Neben der Azimutverteilung (Richtung der Verbindungslinien) ist auf die Offsetverteilung (Länge der Verbindungslinien) zu achten.

zuletzt bearbeitet April 2020