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Bakterizid

Bakterizide sind chemische Substanzen, die Bakterien abtöten. Bakterizide gehören zur Stoffgruppe der Mikrobiozide.

Bakterizide findet man in der Gruppe der Antiinfektiva (zum Beispiel manche Antibiotika) und der Desinfektionsmittel.

Das Adjektiv bakterizid beschreibt die abtötende Wirkung einer Substanz (z. B. eines Antibiotikums) auf Bakterien. Die Krankheitserreger müssen zu mindestens 99 % innerhalb der ersten 4 Stunden nach ihrer Anwendung abgetötet werden. Im Vergleich dazu haben bakteriostatische Substanzen lediglich eine das Wachstum hemmende Wirkung.

Auch aus historischen Gründen wird das Adjektiv tuberkulozid für bakterizid auf Tuberkuloseerreger wirkende Substanzen verwendet. 

Anwendung in der Geothermie

Bakterizide sind beim Bohren als Zusatz zur Bohrspülung zum Abtöten von Bakterien erforderlich, deren Fermente vor allem hochpolymere Filtratsenker wie Stärke, aber auch Na+-CMC zersetzten können. Das einfachste, billigste, durch Geruch leicht nachweisbare bzw. durch Analyse leicht qualitativ feststellbare Bakterizid ist das Formalin bzw. dessen Lösung im Wasser: Zusatzmengen etwa 1 bis 2 g/l. Ferner werden Abkömmlinge der Salizylsäure o. ä. eingesetzt oder das als starkes Oxydationsmittel wirkende Natriumhypochlorit (NaOCl) bzw. KOCl oder andere Verbindungen.

Literatur

Arnold, W.: Flachbohrtechnik. Leipzig - Stuttgart: Deutscher Verlag für Grundstoffe GmbH, 1993. S. 325.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Bakterizid