Die Balneologie (von griech.: βαλανεῖον (balaneion) „Bad, Badeanstalt" und -logie) ist Bäderheilkunde, also die Lehre von der therapeutischen Anwendung natürlicher Heilquellen, Heilgase und Peloide in Form von Bädern, Trinkkuren und Inhalationen. Als Begründer der wissenschaftlichen Balneologie gilt Emil Osann. In Österreich war Johann von Oppolzer einer der ersten führenden Vertreter dieser Lehre.
Zur Balneologie gehören die Balneotherapie (Bädertherapie), die Balneotechnik, die Balneochemie (Hydrochemie) und die Balneophysik..
Mineralwasser: Es handelt sich um Wässer aus natürlichen Quellen mit einem spezifischen Mineralgehalt (z. B. Schwefel, Magnesium, Kalzium, Eisen, Jod, Radon, Kohlendioxid), denen therapeutische Wirkungen zugeschrieben werden. Auch die Temperatur des Thermalwassers spielt eine wichtige Rolle.
Peloide (Heilschlämme): Dazu gehören verschiedene Schlamm-, Torf- und Fangoarten, die reich an organischen und anorganischen Substanzen sind. Sie werden häufig als Wärmepackungen oder in Bädern angewendet.
Naturgase: Bestimmte Gase wie Kohlendioxid (in Kohlensäurebädern) oder Radon werden aufgrund ihrer spezifischen physiologischen Wirkung eingesetzt.
Die Balneologie umfasst verschiedene Behandlungsformen, die unter dem Begriff Balneotherapie zusammengefasst werden:
In vielen Gegenden ist die Balneologie die älteste und oft auch noch einzige Nutzungsform geothermischer Energie.
http://de.wikipedia.org/wiki/Balneologie
zuletzt bearbeitet April 2020, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de