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Becken, intrakratonisches

Ein Becken im Sinne der Geologie bezeichnet einen größeren Sedimentationsraum, in dem die Gesteinsschichten als Sedimente zumeist schüsselförmig abgelagert wurden oder werden.

Solche Becken sind meist Senkungsgebiete, die durch regionale oder großräumige Tektonik entstehen, deren Zugkräfte die Erdkruste schwächt oder verdünnt. Die Senkung nimmt im Regelfall vom Rand – wo meist geologische Störungen verlaufen – zur Mitte zu und kann einige mm/Jahr ausmachen. Bei gleichzeitiger Auffüllung mit Sedimenten bleibt die Höhenlage weitgehend konstant.

Intrakratonisch werden Becken genannt, die innerhalb stabiler Krustenplatten liegen. Sie sind mit kontinentalen oder flachmarinen Sedimenten gefüllt. Sie zeichnen die Umweltbedingungen während der Sedimentation mit Sedimentationslücken und Megasequenzen nach. Sie haben eine meist runde oder ovale Form und relativ kleine Senkungsbeträge. Klassische Beispiele sind die Becken von Williston, Michigan und Illinois in Nord Amerika, Paraná Basin, Parnaíba, Solimões und Amazonas in Brasilien, Murzuk und Al Kufra in Libyen, Karoo und Kongo in Afrika und Surat in Australien.

Bedeutung in der Geothermie

In der Geothermie stellen diese Becken einen besonderen Lagerstättentyp (Play) dar.

Literatur

Zu der sehr umfangreichen Literatur siehe Literaturdatenbank und/oder Konferenzdatenbank unter Becken oder basin.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Becken_(Geologie)

zuletzt bearbeitet Mai 2020