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Bewilligungsfeld

Erlaubnis- und Bewilligungsfelder in der Bayrischen Molasse, Stand 2011.

Das Feld einer Erlaubnis, Bewilligung oder eines Bergwerkseigentums ist nach BBgs ein Ausschnitt aus dem Erdkörper, der von geraden Linien an der Oberfläche und von lotrechten Ebenen nach der Tiefe begrenzt wird, soweit nicht die Grenzen des Geltungsbereichs dieses Gesetzes einen anderen Verlauf erfordern.

Wer bergfreie Erdwärme erkunden will, bedarf der Erlaubnis; wer Erdwärme nutzen will, bedarf der Bewilligung oder – was wohl in der Praxis nicht vorkommen wird – des Bergwerkseigentums (§ 6ff BBergG). Die Abgrenzung dieser Bergbauberechtigungen erweist sich für die Erdwärme als nicht trivial, denn im Gegensatz zu den anderen bergfreien Bodenschätzen kann man bei der Erdwärme aus bekannten Gründen nicht den klassischen Lagerstättenbegriff verwenden.

Für die Bemessung von Bergbauberechtigungen auf Erdwärme sind daher besondere Kriterien heranzuziehen, die die praktische Umsetzung bergrechtlicher Vorgaben durch die Länder-Bergbehörden unter Berücksichtigung der Interessen potenzieller Erdwärmenutzer sowie der angewandten Techniken der Erdwärmeerschließung ermöglichen. Mit der Erarbeitung dieser Kriterien wurde vom Bund-Länder-Ausschuss Bergbau ein Ad-hoc-Arbeitskreis "Bemessung von Erdwärmefeldern" beauftragt. Der Bericht ist vom Bund-Länder-Ausschuss Bergbau verabschiedet und gilt als Empfehlung für alle Bergbehörden; damit ist auch eine weitgehende bundeseinheitliche Vorgehensweise gewährleistet. 

Weblink

http://www.gesetze-im-internet.de/bbergg/

zuletzt bearbeitet Mai 2020