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Blue Lagoon

Blue Lagoon auf der Reykjanes Halbinsel, SW-Island. Im Hintergrund das Geothermiekraftwerk Svartsengi. Quelle: Stober

Die Blaue Lagune (Blue Lagoon) auf der Reykjanes Halbinsel im Südwesten von Island ist ein gutes Beispiel für die Folgen von bezüglich Silica stark übersättigter Wässer aus geothermischen Kraftwerksprozessen. Die Blaue Lagune entstand als Nebenprodukt aus dem nahe gelegenen Geothermiekraftwerk Svartsengi, aus dem warmes, salinares Restwasser aus dem Kraftwerk zur Versickerung in das hochdurchlässige Lavafeld eingeleitet wurde. Durch die hohe Übersättigung des Restwassers bezüglich verschiedener Minerale, insbesondere Silica, wurde der Kluft- und Porenraum mit der Zeit verstopft, so dass sich ein See bildete.

Zwischenzeitlich ist die eingeleitete Restwassermenge beschränkt, um die Größe des Sees einzudämmen. Aus dem eingeleiteten übersättigten Salzwasser fällt überwiegend Silica als weiße Kruste am Seerand und als weißer Schlamm am Seeboden aus, der dem See die typisch blau-weiße Farbe gibt.

Literatur

Stober, Ingrid; Kurt Bucher (2020): Geothermie, Springer Spektrum, 3. Auflage. ISBN 978-3-662-60939-2 ISBN 978-3-662-60940-8 (eBook). https://doi.org/10.1007/978-3-662-60940-8.

zuletzt bearbeitet August 2020