Die Bodenart beschreibt die Zusammensetzung des Bodens bezüglich der Hauptbodenarten, die ihrerseits auf der Korngrößenzusammensetzung der mineralischen Bodensubstanz beruhen. Ohne weitere Angaben bezieht sich die Bodenartenangabe auf die Feinbodenart mit einem Äquivalentdurchmesser der Körner von kleiner als zwei Millimeter. Der Grobboden, oftmals als Bodenskelett bezeichnet, das heißt alle Mineral- oder Gesteinsbruchstücke mit einem Durchmesser über zwei Millimeter, werden nicht berücksichtigt; deren Anteil wird nur als Zusatzinformation angegeben. Beträgt der Anteil des Bodenskeletts mehr als 75 % des Gesamtbodens, so wird die Kornfraktion des Bodenskeletts anstelle der Bodenart angegeben. Solche Böden werden daher auch als Skelettböden bezeichnet. Hierbei unterscheidet man von 2 bis 63 mm zwischen Kies und Grus und von 63 bis 200 mm, also innerhalb der Steine, zwischen Geröll und Schutt, je nachdem, ob es sich um abgerundete oder kantige Körner handelt.
Man unterscheidet nach dem in Deutschland üblichen System die
Ein qualitatives Unterscheidungsmerkmal stellt die ackerbauliche Bearbeitbarkeit der Böden dar. So bezeichnet man sandige Böden als leichte Böden, während tonige bis lehmige Böden mit schlechter Durchlüftung und Durchwurzelbarkeit und hohem Nährstoffgehalt als schwere Böden bezeichnet werden.
Das Dreiecksdiagramm der Bodenarten dient der Klassifizierung von Böden auf Grundlage der Kornzusammensetzung gemäß DIN 4022 sowie DIN EN ISO 14688. Es stellt die prozentualen Anteile der drei Hauptbodenfraktionen Sand (S), Schluff (U) und Ton (T) dar.
Jeder Punkt innerhalb des Diagramms beschreibt eindeutig die Bodenart durch die Kombination dieser drei Kornfraktionen. Die Eckpunkte des Dreiecks entsprechen jeweils einem Reinboden mit 100 % einer Fraktion. Die dazwischenliegenden Bereiche kennzeichnen Mischböden wie sandigen Schluff, tonigen Sand oder Lehm.
Die Einstufung mithilfe des Dreiecksdiagramms bildet eine wesentliche Grundlage für die bodenmechanische Beurteilung sowie für die Zuordnung zu Bodenarten und Bodengruppen nach DIN.
Auf Basis dieser Klassifizierung lassen sich wichtige bodenmechanische Eigenschaften ableiten, insbesondere:
In der Geothermie spielen Böden naturgemäß in der Oberflächennahen Geothermie und da insbesondere bei der Nutzung von Kollektoren eine Rolle.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bodenart
zuletzt bearbeitet Mai 2020, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de