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Bodenluft

Die Bodenluft (manchmal auch als „Gasphase im Boden“, „Bodengas“ oder „Grundluft“ bezeichnet) ist der gasförmige Teil des Bodens. Die Räume zwischen den festen Bodenpartikeln sind, sofern sie kein Wasser enthalten, mit Luft gefüllt. Diese Gasphase steht entweder im Kontakt mit der Erdatmosphäre oder sie ist von Festteilchen und Wasser eingeschlossen. Für beide Fälle existieren typische Zusammensetzungen und Druckverhältnisse in der Bodenluft.

Die Gasphase im Boden stellt ein komplexes System dar, das von vielen Faktoren beeinflusst wird. Diese Faktoren können unter anderem klimatischer, geologischer und biologischer Natur sein. Nicht zuletzt seien anthropogene Eingriffe erwähnt, die sich besonders im Bereich der Bodenverdichtung durch immer größere landwirtschaftliche Maschinen negativ auswirken können. Für die Lebensvorgänge im Boden stellt eine gesunde Gasphase eine notwendige Bedingung dar; besonders die Diffusionsbewegungen des für viele Lebewesen notwendigen Sauerstoffs und der entstehenden Stoffwechselprodukte sorgen dafür, dass die biologische Vielfalt im Boden auch über einen langen Zeitraum hinweg erhalten bleiben kann.

Bedeutung in der Geothermie

In der Geothermie spielen Böden naturgemäß in der Oberflächennahen Geothermie und da insbesondere bei der Nutzung von Kollektoren eine Rolle. 

In der Bodenluft ist immer auch Radon enthalten, es ist jedoch auszuschließen, dass dessen Konzentration duch Erdwärmenutzung beeinflusst wird.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Bodenluft  

zuletzt bearbeitet Mai 2020