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Bohrgestänge

API Bohrgetänge mit Verschraubungen. Quelle: abterste

Das Bohrgestänge (Drill Pipe, DP) besteht aus meist etwa 9 m langen nahtlosen Stahlrohren, die mit Gewindeverbindern, sog. Tooljoints, miteinander verschraubt werden. Die dem Bohrlochtiefsten nahen Stangen sind besonders starke und schwere Rohre, um die erforderliche Auflast für den Bohrmeißel zu erzeugen und u. a. den Bohrstrang in Spannung zu halten. Teil des Bohrgestänges sind darüber hinaus Stoßdämpfer, welche die Schläge auf die Bohrstange dämpfen. Daneben existieren noch weitere Werkzeuge, die auftretende Schwierigkeiten (bspw. festgesetzte Rohrtour) auflösen sollen.

Anwendung in der Geothermie

Bei Tiefbohrungen der Tiefengeothermie werden zur Erhöhung des Bohrfortschritts häufig 'Pipehandler' eingesetzt, die das Gestänge aus dem Gestängelager in den Bohrturm bringen. Hierzu gibt es unterschiedliche Ausführungen.

Auch aus Sicherheitsgründen werden in der Geothermie gasdichte Gewindeverbinder eingesetzt.

Literatur

Wirth Gruppe: Bohrtechnisches Handbuch. Erkelenz: Wirth Maschinen- und Bohrgeräte Fabrik GmbH, 2004. S. 118-120.

Gec-co global engineering & consulting: Vorbereitung und Begleitung bei der Erstellung eines Erfahrungsberichts gemäß § 97 Erneuerbare-Energien-Gesetz, Teilvorhaben II b): Geothermie, Zwischenbericht, 2018