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Cermák, Vladimir - Person

Dr. Vladomir  Cermák, Jahrgang 1937, studierte an der Fakultät für Mathematik und Physik der Karls-Universität in Prag, wo er 1960 sein Studium abschoß. Es folgten acht Jahre am Geophysikalischen Institut der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften, bevor er 1968 als Post-Doctorate Fellow an das Dominion-Observatory in Ottawa, Kanada, ging. Seit 1970 ist Dr. Cermák wieder am Geophysikalischen Institut der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften (heute der Tschechischen Akademie der Wissenschaften). 1971 wurde er Leiter der Abteilung für Wärmestrom und Radiometrie, und seit 1990 Direktor des Geophysikalischen Instituts.

Dr. Cermák hat der Geothermieforschung vor allem auf dem Sektor der Bestimmung der terrestrischen Wärmestromdichte seinen Stempel aufgedrückt. Die ersten gedruckten Karten der Verteilung der terrestrischen Wärmestromdichte sind mit seinem Namen verbunden, so 1977 eine vorläufige Karte 1:5 Mio (zus. mit E. Hurtig), und 1979 eine Karte 1:6 Mio als Beilage eines Buches, das er zusammen mit Dr. Ladislaus Rybach, herausgegeben hatte. Diese Karte hat sich mit ihren schönen Farben und dem Überblick über Gesamteuropa ohne Ost-West-Trennung (und einschl. der Türkei) sicherlich einer ganzen Generation von Geothermikern eingeprägt. Am Geothermal Atlas of Europe (1992) hat er entscheidend mitgearbeitet. Lange war ein wesentlicher Schwerpunkt der Arbeit von Dr. Cermák der Bestimmung der terrestrischen Wärmestromdichte gewidmet und vor allem den Erkenntnissen, die wir aus solchen Daten ableiten können.

Dr. Vladimir Cermák ist Autor oder Ko-Autor von weit über 200 wissenschaftlichen Publikationen. Er ist Herausgeber oder Mitherausgeber vieler Sonderbände zu geothermischen Themen, z.B. in Tectonophysics oder dem Journal of Geodynamics.

1982 gab Dr. Cermák gemeinsam mit Dr. Ralph Hänel den Band "Geothermics and Geotherrnal Energy" als Ergebiiis eines Syrnposiurns in Budapest heraus. In den 80er Jahren war Dr. Cermák treibende Kraft bei der Europäischen Geotraverse (EGT). Er ist Gründungsmitglied der International Geothermal Association (IGA) und gehörte lange dem Board of Directors der IGA an.

Veröffentlichunhgen

Beck, A., Cermak, V.: The International Heat Flow Commission. In: Geothermics Nummer 18(4) (1989), S. 623-628

Bodri, L., and Cermak, V.: Borehole temperatures, climate change and the pre-observational surface air temperature mean: allowance for hydraulic conditions In: Global and Planetary Change Nummer 45 (2005), S. 265-276

Cermak, V.: Underground temperature and inferred climatic temperature of the past millennium. In: Palaeogeography, Pala

Cermak, V., Bodri, L., Rybach, L., and Buntebarth, G: Relationship between seismic velocity and heat production: comparison of two sets of data and test of validity. In: Earth and Planetary Science Letters Nummer 99, 1-2 (1990), S. 48-57

Cermak, V., Kresl, M., Kucerová, L., Safanda, J., Frasheri, A., Kapedani, N., Lico, R., Cano, D.: Heat flow in Albania. In: Geothermics Nummer 25(1) (February 1996), S. 91-102

G. Buachidze: Temperature Distribution in the Earth\'s Crust of the Western Caucasus and the Black Sea,\" in Terrestrial Heat Flow in Europe, V. Cermak and L. Rybach, Eds. New York : Springer-Verlag, 1979.

Hurtig, E., Cermak, V., Haenel, R. & Zui, V.: Geothermal Atlas of Europe. GeoForschungsZentrum Potsdam, Publication No.1. Aufl. Gotha : Perthes, 1992.

Tezcan, A. K. and Turgay, M. I: Heat flow and temperature dis- tribution in Turkey, in: Geothermal Atlas of Europe, edited by: Hurtig, E., Cermak, V., Haenal, R., and Zui. 1991.