Die Dilatational-tendency von Verwerfungen (Td) ist ein Maß zur Bestimmung von Verwerfungssegmenten innerhalb eines Gesteins, die unter einem bestimmten Spannungsfeld zur Öffnung (Dilatation) neigen. Sie wird durch die senkrecht auf eine bestimmte Oberfläche wirkende Spannung definiert, die häufig durch die Differenzspannung normalisiert wird.
Verwerfungen mit hoher Dilatationstendenz bilden eher offene Wege für Fluidströme (z. B. Grundwasser, geothermische Fluide oder sogar erzbildende Fluide). Dies ist wichtig für das Verständnis von Fluidmigration, geothermischen Systemen und der Entstehung von Mineralvorkommen.
Dilatationssprünge können sich entlang von Verwerfungen bilden, wo Veränderungen der Verwerfungsgeometrie zu einer lokalen Ausdehnung und Öffnung führen. Zusammenfassend bezeichnet die Dilatationstendenz allgemein die Neigung eines Objekts, sein Volumen auszudehnen. Der spezifische Mechanismus und die Auswirkungen hängen vom Material und den einwirkenden Kräften bzw. Bedingungen ab.
Eine Dilatation, also eine Rissöffnung, kann im Nachgang eine Scherbewegung ermöglichen. Diese ist dann wiederum interessant im Zusammenhang mit einer Beurteilung der Tendenz zu induzierter Semizität.
Zu Literatur siehe:
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