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Endenergieverbrauch

Als Endenergie bezeichnet man denjenigen Teil der Primärenergie, welcher dem Verbraucher, nach Abzug von Transport- und Umwandlungsverlusten, zur Verfügung steht.

Am Anfang des Energiegewinnungsprozesses steht die in der Natur vorkommende Primärenergie, die entweder in freier oder in gebundener (chemischer) Form vorliegt, z. B.

Diese Primärenergie wird durch verlustbehaftete Prozesse wie Verbrennung, Kernspaltung oder Raffinieren in Energieträger umgewandelt. Energieträger sind zum Beispiel Gas, elektrische Energie, Benzin, Kerosin oder Fernwärme. Durch den Transport der Energieträger zum Verbraucher kommt es zu Übertragungsverlusten. Die beim Verbraucher ankommende Energie bezeichnet man als Endenergie.

Kritisch ist bei der Betrachtung das Einbeziehen von Energieverbräuchen zeitlich nach der Nutzung der Energie, also Energieverbräuche z. B. für die Entsorgung und Endlagerung oder die Bergbaufolgen.

Bezogen auf ein Land wird sich der Endenergieverbrauch und auch dessen Mix erheblich von der Primärenergie unterscheiden. Daher wird auch getrennt z. B. von einem 'Strommix' gesprochen.

Brücksichtigt wird bei all diesen Bezeichnungen nicht, dass es (physikalisch) einen Energieverbrauch (genau so wie einen Wasserverbrauch) nicht gibt, denn er würde dem Energieerhaltungssatz (erster Hauptsatz der Thermodynamik) widersprechen. Energie wird lediglich von einer Form (z.B. Strom) in eine andere (z.B. Wärme) umgewandelt, was dann umgangssprachlich als 'Energieverbrauch' bezeichnet wird. Eine klassische Glühbirne wandelt 100% Strom in 1% Licht und 99% Wärme, was dann zu einer Effizienz von 1% führt, da die Wärme unerwünscht ist. Bei einer Energiesparlampe oder einer LED-Lichtquelle sind die Werte günstiger. Sie haben umgangssprachlich, bezogen auf eine gewünschte Ausleuchtung, einen kleineren Energieverbrauch.

zuletzt bearbeitet Februar 2020