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Epithermal

Epithermal“ bezeichnet Mineralvorkommen, die aus warmen, mineralreichen Flüssigkeiten in relativ geringer Tiefe der Erdkruste (typischerweise weniger als 1.500 Meter) und bei niedrigen Temperaturen (meist zwischen 50 und 200 Grad Celsius) entstehen. Diese Vorkommen treten oft als Adern im Gestein auf und sind eine bedeutende Quelle für verschiedene Metalle wie Gold und Silber.

Der Begriff geht zurück auf die Vorstellungen einer Bindung der hydrothermalen Erzlagerstätten an einen Pluton in einer magmatischen Abfolge (Gesteinsassoziation) und daraus folgender Klassifikation mit abnehmender Temperatur.

Die Abkühlung hydrothermaler Lösungen beim Austritt aus dem Gestein führt zur Abscheidung von Mineralen auf den angrenzenden Bodenschichten. Sie werden je nach Bildungstemperatur in vier Kategorien eingeteilt: Bei „hochthermalen Lösungen“ (katathermal) fällen die Minerale bei einer Temperatur von etwa 350 bis 300 °C aus, im „mittelthermalen Bereich“ (mesothermal) zwischen 300 und 200 °C, in „niedrigthermalen Lösungen“ (epithermal) zwischen 200 und 100 °C und schließlich im „telethermalen Bereich“ (telethermal oder anothermal) unterhalb von 100 °C. (Lieber,W., 1973)

Die epithermale Aderlagerstätte ist also eine Art Minerallagerstätte, die sich im flachen Untergrund bildet, typischerweise in Tiefen von weniger als 1.500 Metern unter der Erdoberfläche. Diese Ablagerungen werden durch heiße, mineralreiche Flüssigkeiten gebildet, die durch Brüche und Risse im Gestein zirkulieren.

Bedeutung für die Geothermie

Das Auftreten epithermaler Erze in oft geringer Tiefe ist ein Indikator für eine geothermische Anomalie, also einen Nereich mit größern geothermischen Gradienten.

Literatur

Zu Literatur siehe:

zuletzt bearbeitet Juni 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de