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Erdbebenrisiko

Beim Erdbebenrisiko (earthquake risk) berücksichtigt man zusätzlich zur Erdbebengefährdung die Auswirkung eines bestimmten Erdbebens auf den Standort. Diese Folgewirkung beinhaltet damit Annahmen über die Bauwerksstabilität, Vermögenswerte, etc. Man kann auch sagen: Das Erdbebenrisiko ist das mathematische Produkt aus Erdbebengefährdung und zu erwartendem Verlust (Vulnerability).

Das Risiko kann also klein sein, weil dort keine Gebäude stehen oder sich dort keine Menschen befinden, obwohl die Gefährdung an diesem bestimmten Standort sehr hoch ist. Umgekehrt kann das Risiko aber sehr hoch in Gebieten geringer Erdbebengefährdung sein, wenn dort viele Menschen leben oder Vermögenswerte oder Risikoindustrien angesiedelt sind.

Bereiche wo die Gefährdung und die Bevölkerungsdichte hoch sind, sind Gebiete extrem hohen Risikos. Beispiel: San Francisco, Los Angeles und Tokyo. Versicherungen sind naturgemäß am Risiko interessiert. Als eine der Basisinformationen für diese Abschätzung dient die jeweilige Erdbebengefährdungskarte. Die Entscheidung, wieviel Risiko ein Land in Kauf nimmt, ist von wirtschaftlichen und eine politischen Erwägungen abhängig - und nicht allein von wissenschaftlichen Kriterien.

Weblink

http://www.zamg.ac.at/lexikon/Erdbebenrisiko.php