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Erdbebenschwarm

Aufzeichnung eines Erdbebenschwarms im Egergraben, Oberfranken. Quelle: BR.

Als Erdbebenschwarm oder Schwarmbeben (siehe auch ‚Cluster’) wird in der Geophysik eine bestimmte Form einer Erdbebenserie bezeichnet. Dabei treten in bestimmten Regionen der Erdkruste mehrere Erdbeben innerhalb eines begrenzten Zeitraums auf. Die Beben haben meist eine ähnliche Stärke und ihre Häufung kann mehrere Tage bis etwa 1 Jahr andauern.

Charakteristisch ist häufig ein langsames zeitliches An- und Abklingen der seismischen Aktivität, das keiner bekannten Gesetzmäßigkeit unterliegt. Da die Magnituden der Erdbeben eines Erdbebenschwarmes sich nur wenig unterscheiden, kann keine Einteilung der Seismizität in Vor-, Haupt- und Nachbeben vorgenommen werden.

Beben eines Schwarms haben darüber hinaus meist einen ähnlichen Herdmechanismus, finden also wahrscheinlich auf derselbe Störung statt.

Auch künstliche verursachte Schwärme von Mikroerdbeben wurden z. B. bei der Erdölförderung und Druckversuchen in tiefen Bohrlöchern beobachtet.

Bedeutung in der Geothermie

In der Geothermie kann man darüber streiten, ob man z. B. für die Gesamtheit der induzierten Ereignisse in Insheim den Term 'Schwarm' verwenden will.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarmbeben

zuletzt bearbeitet Februar 2020