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Erdwärme

Nach VDI 4640 ist geothermische Energie oder Erdwärme die in Form von Wärme gespeicherte Energie unterhalb der Oberfläche der festen Erde, also die gesamte im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeicherte Wärme soweit sie entzogen und genutzt werden kann. Sie zählt zu den Erneuerbaren Energien.

Es ist bei dieser, international anerkannten Definition unerheblich welchen Ursprung diese Wärme hat. Wesentlichste Komponente der Erdwärme ist die aus der Erdentstehung noch vorhandene Wärme (Akkretion) und die ständig durch radioaktiven Zerfall neu erzeugte Wärme. Nachgeordnet kommen noch andere Quellen dazu, wie Gezeitenreibung und Ähnliches.

Oberflächennah spielen oft noch weiter Komponenten eine wichtige Rolle, wie Wärme:

  • aus der Atmosphäre (also von oben)
  • einsickerndes Regenwasser
  • aus erwärmten erdgekoppelten Gebäudeteilen
  • aus erwärmten Teilen der Erdoberfläche (Straßen, Plätze)
  • durch künstliche Einlagerung (Speicherung)
  • mit dem Grundwasserstrom (durch Konvektion)
  • durch Wärmeerzeugung in situ (Radioaktivität, chemische exogene Reaktionen wie Verwesung).

Erdwärme kann sowohl direkt genutzt werden, etwa zum Heizen und Kühlen, als auch zur Erzeugung von elektrischem Strom oder in einer Kraft-Wärme-Kopplung. Erdwärme in Tiefen > 100m ist bergrechtlich ein bergfreier Bodenschatz, auf die sich das Eigentum an einem Grundstück nicht erstreckt.

zuletzt bearbeitet März 2020