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Essen - Geothermieanlage

In Essen ist das Thema Grubenwasser-Geothermie eng mit zwei markanten Standorten verknüpft: dem UNESCO-Welterbe Zollverein und dem Neubaugebiet "Essen 51"

Steckbrief

Status (in Betrieb, im Bau, in Planung, stillgelegt)

in Betrtieb

Name der Anlage

Essen

Ort/sonstige Bezeichnung 

-

Betreiber (Name)

-

Feldname

-

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Koordinaten

51.461315, 7.016736

Art der Nutzung

Grubenwasser

Installierte Leistung geothermisch [MWth]

0,8

Installierte Leistung elektrisch [MWel]

-

max. Thermalwasser-Temperatur [°C]

35

Tiefe - TWD (wirkliche Tiefe) [m]

1.200

Förderrate [kg/s]

bis 300

Jahresproduktion geothermische Wärme [GWh/a]

-

Jahresproduktion geothermischer Strom [GWh/a]

-

Jahr der Inbetriebnahme

2010

Aufsuchung (Erlaubnis), Gewinnung (Bewilligung)

-

Endprodukt

Wärme

Anzahl der Bohrungen

-

Hauptnutzung

-

Nebennutzung

-

Art des Reservoirs

-

Geologische Region

-

Betreiberstruktur

-

Zusätzliche Information

-

Beschreibung der Anlage

Zeche Zollverein

Zollverein gilt als einer der ersten Standorte weltweit, an dem Grubenwasser energetisch genutzt wurde – allerdings mit einer wechselvollen Geschichte.

  • Das SANAA-Gebäude: Bereits 2006 wurde dieses ikonische Gebäude mit einer "Bauteilaktivierung" ausgestattet. In den 25 cm dicken Betonwänden zirkulierte ca. 28–30°C warmes Grubenwasser.

  • Herausforderungen: Das System galt lange Zeit als technisch schwierig und wartungsintensiv. Zudem gab es Einschränkungen durch die Renaturierung der Emscher, was die kontinuierliche Wasserhaltung vor Ort beeinflusste.

  • Zukunftsprojekt 2030: Aktuell arbeitet die Stiftung Zollverein gemeinsam mit Fraunhofer-Instituten daran, das gesamte Gelände bis 2030 klimaneutral zu machen. Dabei soll das Grubenwasser mittels moderner Großwärmepumpen wieder eine zentrale Rolle spielen, um das historische Areal nachhaltig zu heizen.

Projekt "Essen 51" (Schacht Marie)

Im Norden der Essener Innenstadt entsteht auf dem ehemaligen Krupp-Gelände das Stadtquartier "Essen 51". Hier wurde im Rahmen des Forschungsprojekts "Grubenwasser-Ruhr" der Schacht Marie als potenzielle Energiequelle identifiziert.

  • Konzept: Das Wasser wird aus einer Teufe von mehreren hundert Metern gefördert. Da es für eine direkte Heizung oft nicht heiß genug ist (meist unter 30°C), wird es als Wärmequelle für Wärmepumpen genutzt.

  • Vorteil: Im Sommer kann das System umgekehrt werden, um Gebäude effizient zu kühlen, indem die Wärme zurück in das kältere Wasser der oberen Schichten geleitet wird.

Literatur

Zu Literatur siehe:

zuletzt bearbeitet Februar 2026, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de