Mitglied werden Sponsor werden

Flurabstand

Digitale Flurabstandskarte NRW. Quelle: LANUV.

Mit dem Begriff Flurabstand wird der Höhenunterschied zwischen der Erdoberfläche und einer Grundwasseroberfläche bezeichnet.

Flurabstände werden in hydrogeologischen Karten oder so genannten Flurabstandskarten verzeichnet, aber auch bei der Erstellung von Hochwassergefahrenkarten verarbeitet. Außerdem, lässt sich aus dem jeweiligen Flurabstand eine durch Grundwasser mögliche Beeinträchtigung von Tiefbauten (z. B. Kellern) oder die Verfügbarkeit des vorhandenen Grundwassers für Pflanzen beurteilen. Der so genannte Grenzflurabstand gibt hier den maximal möglichen Flurabstand für eine mögliche Erschließung des vorhandenen Wasservorkommens durch die jeweilige Pflanzenart an. Pflanzen bewurzeln den Boden unterschiedlich tief: so benötigen z.  B. Feuchtgebietspflanzen im Mittel einen Flurabstand von weniger als 50 cm, während Bäume auch bei einem solchen von drei bis vier Metern noch wachsen (z. B. im Stadtgebiet Berlin). Somit ist, je nach Flurabstand, die natürliche Vegetation unterschiedlich beschaffen.

Besonders beachtet werden Gebiete mit einem geringen Flurabstand von weniger als vier Metern, da das dortige Grundwasser durch Bodenverunreinigungen wesentlich schneller beeinträchtigt werden kann als bei größeren Flurabständen. Dieses Risiko ist natürlich auch abhängig von der Beschaffenheit der über dem Grundwasser liegenden Bodenschichten.

Bedeutung in der Geothermie

In der Oberflächennahen Geothermie hat der Flurabstand eine sehr große Bedeutung, da sich die thermischen Eigenschaften des Erdbodens bei Wasserfüllung drastisch ändern.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Flurabstand

zuletzt bearbeitet Februar 2020