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Gasmessung

Gasprobenentnahme an Fumarolen am Gipfel des Mount Bakers im US-Bundesstaat Washington. Quelle: USGS

In den Geowissenschaften bezeichnet man mit Gasmessungen alle Arten von Messungen die Gase betreffen, sei es Gase in der Luft, im Boden, im Grundwasser oder in Oberflächenwässern. Bestimmt werden die Menge und die Zusammensetzung der Gase. Gasmessungen können ein Teilgebiet geochemischer Exploration sein, da sie in einem Zusammenhang mit dem Vorkommen von Bodenschätzen im Untergrund stehen können (z. B. Kohlenwasserstoffe). Teilweise können Gase durch geeignete Sensoren in situ gemessen werden. Umfangreichere Analysen bedürfen einer Probennahme und anschließende Laboruntersuchungen.

Bedeutung in der Geothermie

Gase können oberhalb von Störungszonen, die eine erhöhte Gaswegsamkeit haben, angereichert sein und so die Kartierung dieser Zonen erlauben.

Eine Sonderrolle spielt hier der Nachweis von Mantelhelium als Indikator für rezent aktive Störungszonen, die vom Mantel bis zur Erdoberfläche reichen.

Eine Sonderrolle haben auch Messungen von Radon, die wegen dessen Radioaktivität besonders einfach sind. Sie können allerdings nur auf sehr oberflächennahe Störungen hinweisen.