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Geochemie

Die Geochemie (altgriechisch γῆ ge ‚Erde‘, γεω- geo- ‚die Erde betreffend‘ und χημεία chemeia ‚Chemie‘) befasst sich mit dem stofflichen Aufbau, der Verteilung, der Stabilität und dem Kreislauf von chemischen Elementen und deren Isotopen in Mineralen, Gesteinen, Boden, Wasser, Erdatmosphäre und Biosphäre. Sie ist die naturwissenschaftliche Fachrichtung, die Geologie und Chemie verbindet. Dabei hat sie mit der Geologie den Untersuchungsgegenstand und mit der Chemie die Untersuchungsmethoden gemein. 

In der modernen Geochemie ist eine Zweiteilung des Faches zu beobachten:

  • Auf der einen Seite steht die Untersuchung metamorpher und magmatischer Gesteine, wobei das Hauptaugenmerk auf deren Spurenelementgehalten und (meist radiogenen) Isotopenverhältnissen liegt, mit dem Ziel, Aussagen über Alter (Geochronologie) und Bildungsbedingungen (Geothermobarometrie) machen zu können. Im Bereich der Rekonstruktion der frühesten Erdgeschichte gibt es hier Überschneidungen mit der Planetologie und der Kosmochemie.
  • Auf der anderen Seite steht die Untersuchung von Sedimenten, Wässern, Böden, Lebewesen und der Luft, wobei die Untersuchung stabiler Isotope und der Speziierung von Elementen eine herausragende Rolle spielt. An diesem Ende des Spektrums der Geochemie bildet die Biogeochemie, also die Untersuchung des Einflusses von Organismen auf die Chemie der Erde, den Übergang zur Biochemie und zur Biologie

Anwendung in der Geothermie

In der Geothermie spielt der zweite Zweig, also die Untersuchung von Sedimenten, Wässern, Böden  eine herausragende Rolle und hier insbesondere die Geochemie der Fluide. 

Technologienbaum Geochemie (geothermische Exploration)

Literatur

Die Literatur zu Geochemie ist sehr umfangreich, siehe unter Literaturdatenbank und/ oder Konferenzdatenbank.

Weblinks

https://de.wikipedia.org/wiki/Geochemie 

http://en.openei.org/wiki/Geochemical_Techniques 

zuletzt bearbeitet Januar 2020