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GeoPoNDD - Forschungsvorhaben

Arbeitsgruppe GeoPoNDD. Von links nach rechts: J. Zimmermann, K. Rauppach, M. Franz, M. Wolfgramm, J. Birner, G. Barth. Quelle: Steinsalzfazies

Ziel des Verbundvorhabens ist die Minimierung des Erkundungsrisikos bei der Exploration geothermischer Reservoire zur Wärme- und Stromerzeugung in Norddeutschland.

Steckbrief

Programm/ Zuschussgeber

BMWi

Akronym

GeoPoNDD

Titel/ Thema

Sandsteinfazies regional geeigneter Standorte

Identifikation/ Zuwendungsnummer

0325920

Durchführungszeitraum

2015-11-01  –  2019-07-31

Geschätzte Kosten/ Zuwendungsbetrag

952.543 €

Sonstiges

 

Koopertionspartner / Aufgaben

Geothermie Neubrandenburg GmbH (GTN)

Im Rahmen des vorangegangenen Vorhabens erfolgte die Bearbeitung der geothermischen Hauptreservoire, deren hohes Potenzial an einzelnen Standorten bereits nachgewiesen bzw. genutzt wird (Rhät, Dogger). Das entstandene Kartenwerk stellt einzelne Geothermiehorizonte hochauflösend dar und weist auf Potenzialkarten Gebiete mit geringem Fündigkeitsrisiko aus. Ziel dieses neuen Projektantrages ist die Bearbeitung der geothermischen Hauptreservoire, die ein hohes Potenzial besitzen, deren Erkundung jedoch bislang mit einem hohen Risiko verbunden war (Buntsandstein, Unterkreide). Durch die räumlich hochauflösende Darstellung dieser Geothermiehorizonte auf Potenzialkarten und die Fortschreibung bzw. Erweiterung der bestehenden hydraulischen Datenbank entsteht ein 'Kartenwerk geothermischer Reservoire Norddeutschland'. Das Verbundvorhaben wird die geothermischen Hauptreservoire des Mittleren Buntsandsteins, Lias und der Unterkreide mit einem interdisziplinären Ansatz bearbeiten der sedimentologische, petrologische und geophysikalische Arbeitsmethoden integriert. Aufbauend auf Ergebnissen des bestehenden Verbundvorhabens wird damit für alle geothermischen Hauptreservoire des Mesozoikums in Norddeutschland eine einheitliche Bearbeitung und Bewertung vorliegen.

Die geplanten Untersuchungen werden an vorhandenem Kernmaterial von ca. 60 Bohrungen, die in den Archiven der jeweiligen geologischen Landesämter zugänglich sind, durchgeführt und beziehen geophysikalische Bohrlochmessdaten von ca. 500 Bohrungen ein, die bei GTN vorliegen. Der Arbeitsansatz umfasst vier Schwerpunkte:

  1. Räumliche Erfassung der geothermischen Reservoire
  2. Diagenetische Charakterisierung
  3. Hydraulische Charakterisierung
  4. Flächenhafte Darstellung

Georg-August-Universität Göttingen

Im Rahmen des vorangegangenen Verbundvorhabens (FKZ 0325285) erfolgte die Bearbeitung der geothermischen Hauptreservoire, deren hohes Potenzial an einzelnen Standorten bereits nachgewiesen wurde bzw. genutzt wird (Rhät, Dogger). Das entstandene Kartenwerk stellt Geothermiehorizonte hochauflösend dar und weist auf Potenzialkarten Gebiete mit hohem bzw. niedrigem geothermischen Potenzial aus. Ziel dieses Vorhabens ist die Bearbeitung der geothermischen Hauptreservoire die ein hohes Potenzial besitzen, deren Erkundung jedoch bislang mit einem hohen Risiko verbunden war (Buntsandstein, Lias, Unterkreide). Durch die räumlich hochauflösende Darstellung dieser Geothermiehorizonte auf Potenzialkarten und die Fortschreibung bzw. Erweiterung der bestehenden hydraulischen Datenbank entsteht ein 'Kartenwerk mesozoischer geothermischer Reservoire Norddeutschland'. Dieses Kartenwerk wird das Explorationsrisiko tiefengeothermischer Reservoire in Norddeutschland umfassend und erheblich minimieren und Geothermieprojekte ermöglichen.

Durch die Integration in das Geothermische Informationssystem (GeotIS) werden Fündigkeitsprognosen für konkrete Standorte verbessert. An 60 Tiefbohrungen sowie Übertageaufschlüssen des Norddeutschen Beckens wird ein interdisziplinärer Arbeitsansatz aus sedimentologisch-faziellen und petrologisch-hydraulischen Untersuchungen durchgeführt. Dazu zählen verschiedene mikroskopische Verfahren, geochemische Analysen, Sieb- und Schlämmuntersuchungen ebenso wie die Auswertung von geophysikalischen Bohrlochmessungen. Im Ergebnis der Bohrkern- bzw. Aufschlussuntersuchungen und deren Korrelation mit Bohrlochmessungen sowie der Berücksichtigung von Fazies und Diagenese wird es möglich sein, flächenhafte Daten der Reservoirarchitekturen und -hydraulik in Karten darzustellen.

Weblinks

https://www.sandsteinfazies.de/

Unter Sandsteinfazies.de firmiert eine Arbeitsgruppe von Sedimentologen aus Wissenschaft (Universität Göttingen) und Industrie (Geothermie Neubrandenburg GmbH), die im Rahmen verschiedener Projekte und Verbundvorhaben zur Minimierung des Erkundungsrisikos mesozoischer Sandstein-Reservoire für die tiefengeothermische Wärme- und Stromerzeugung im Norddeutschen Becken beiträgt. Das aktuelle FuE-Verbundvorhaben "Geothermische Potenziale Norddeutschlands (GeoPoNDD)" wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Literatur

https://www.sandsteinfazies.de/publikationen/

zuletzt bearbeitet Januar 2020