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Geosteering

Führung einer Bohrung in einer vorgegebenen geologischen Schicht. Quelle: Chinookpetroleum.

Unter geosteering wird eine komplexe Gruppe von Methoden zusammengefasst, die es ermöglicht, eine Tiefbohrung zu einem vorgegebenen Ziel (z. B. einer Störung) zu führen oder in einer geologischen Zielschicht zu führen.

Im Gegensatz zu einer absoluten Navigation einer Bohrung, bei der der Bohrpfad durch einen Koordeinatentrack vorgegeben ist, geht es beim geosteering um eine Relativnavigation. Die Bohrung soll nicht zu einem Zielpunkt mit vorgegebenen Koordinaten geführt werden, sondern zu einem geologischen Ziel, beispielsweise einer Störung. Die Lage dieser Störung als Ziel ist nicht genau bekannt. Ähnliches gilt für die Führung der Bohrung in einer geologischen Schicht, wie einem Kohleflöz oder einer geringmächtigen Tonsteinschicht.

Auch bei dem Bergbau auf unkonventionelles Gas wird oft über Horizontalbohrungen gesprochen, was aber unrichtig ist. Es geht auch hier darum die Bohrung, oft über Kilometer, in einer geringmächtigen Tonsteinschicht zu führen, wobei diese Schicht natürlich nicht horizontal liegt, und ihre Lage nicht genau bekannt ist.

Geosteering besteht also immer aus:

  • Erkundung der Umgebeung des Bohrkopfes (MWD)
  • Steuerung der Bohrung