Mitglied werden Sponsor werden

Geothermie-Allianz Bayern - Forschungsvorhaben

Logo der Allianz

Die Geothermie-Allianz Bayern (GAB) adressiert Fragen aus Forschung und Praxis im Bereich der Tiefengeothermie.

Das übergeordnete Ziel des Verbundforschungsvorhabens „Geothermie-Allianz Bayern“ ist es, den heimischen Energieträger Geothermie als erneuerbare Energieressource zu stärken, damit dieser einen signifikanten Beitrag in Bezug auf die CO2-Reduktionsziele leisten kann.

Am Forschungsverbund beteiligen sich die Technische Universität München (TUM), das GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Universität Bayreuth. Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst fördert das Forschungsvorhaben für eine Projektlaufzeit von vier Jahren (2016 – 2019).

Die Geothermie-Allianz Bayern bündelt vielfältige und interdisziplinäre Forschungsstrategien:
Ansätze zur Betriebsoptimierung sowie der Erweiterung des wirtschaftlichen und technischen Potentials werden genauso verfolgt wie die Reduktion des Fündigkeitsrisikos von Geothermiebohrungen durch verbesserte Reservoiranalyse.

  • Obertägige Betriebsoptimierung

    • Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit
    • Untersuchungen zu Betriebsstrategien und Instandhaltung
    • Verbesserung der Dynamik und Flexibilität

  • Erweiterung des wirtschaftlichen Potentials durch

    • Minimierung des Fündigkeitsrisikos von Geothermiebohrungen durch ein verbessertes Reservoirverständnis
    • Durchführung von Effizienzmaßnahmen für Kraftwerke
    • Untersuchung flexibler KWK-Konzepte

  • Erweiterung des technischen Potentials durch Forschung im Bereich der petrothermalen Geothermie

Wesentliche Forschungsschwerpunkte

Geschichte und Infrastruktur der Einrichtung

Im Forschungsverbund „Geothermie-Allianz Bayern" arbeiten drei Universitäten eng zusammen: Die Technische Universität München (TUM), das GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und die Universität Bayreuth.

Technische Universität München

Seit ihrer Gründung 1868 versteht sich die Technische Universität München (TUM) als Dienerin einer zunehmend technisch geprägten Gesellschaft. Damals wie heute suchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Lösungen für die großen Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft. Die damals neu gegründete Hochschule sollte die technische Ausbildung in Bay­ern auf das Fundament der Naturwissenschaften stellen. Damit trug sie entscheidend zum tech­no­lo­gi­schen Fortschritt weltweit bei – und brachte einige Nobelpreisträger und wichtige Erfindungen hervor. Die Technische Universität München ist die einzige Technische Universität in Bayern. Sie ist mit ca. 41.000 Studenten die zweitgrößte Technische Hochschule in Deutschland. Ihr Stammsitz ist München. An der TUM werden 172 Studiengänge angeboten. Die Kernbereiche sind die Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie die Medizin/Lebenswissenschaften. Sie werden ergänzt durch die Mathematik- und Informatikwissenschaften, die Sport- und Gesundheitswissenschaften, die Architektur und die Sozialwissenschaften (v.a. Wirtschaftswissenschaften, Lehrerbildung/Bildungsforschung und Politikwissenschaft).

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg

Die Errichtung der Erlanger Universität erfolgte aus dem Geist des aufgeklärten Absolutismus. Die deutschen Universitäten des 18. Jahrhunderts hatten den Erfordernissen des fürstlichen Staates zu dienen, indem sie die Ausbildung von Verwaltungskräften sicherstellen und die fürstliche Reputation erhöhen sollten. Auch für den brandenburg-bayreuthischen Markgrafen Friedrich standen diese Beweggründe im Vordergrund, als er – unterstützt durch die Markgräfin Wilhelmine und den ersten Kanzler Daniel de Superville – 1743 in seinem Herrschaftsbereich die Friedrichs-Universität eröffnete.Gegenwärtig ist die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit 39.780 Studierenden eine der großen Forschungsuniversitäten Deutschlands. Mit ihren fünf Fakultäten deckt sie das gesamte Spektrum der modernen Wissenschaftsdisziplinen ab – angefangen bei den Geisteswissenschaften und der Theologie über Medizin, Jura und die Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Natur- und Ingenieurwissenschaften.

Universität Bayreuth

Die Universität Bayreuth ist eine der jüngsten Universitäten in Deutschland. Seit der Gründung in 1975 bewegt sich die Universität Bayreuth unbefangen und selbstbewusst im Spannungsfeld von akademischer Freiheit, wissenschaftlichem Fortschritt und gesellschaftlicher Verantwortung.

Derzeit sind an der Universität Bayreuth rund 13.000 Studierende in über 100 verschiedenen Studiengängen an sechs Fakultäten immatrikuliert. Das Studienangebot reicht von den Natur- und Ingenieurwissenschaften über die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften bis hin zu den Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften.

Laufende Forschungsvorhaben (2018)

Die Geothermie-Allianz Bayern setzt mit einem Teil der zur Verfügung stehenden Mittel ein Seedfunding Programm ein. Diese Mittel ermöglichen es, auch kurzfristig auf Forschungsbedarf zu reagieren. Die Vergabe der Mittel erfolgt zu gleichen Teilen in den Jahren 2017, 2018 und 2019 und ist auf bayerische Hochschulen beschränkt.

Derzeit laufen folgende Seedfundingprojekte unter dem Dach der GAB:

Für die Förderperiode 2017 wurden folgende Anträge bewilligt:

  • Erweiterte und Optimierte Messdatenerfassung (Technische Universität München)
  • „Frankenalb-Malm“ - Versenkungsgeschichte zur Kalibrierung als Molassebecken-Analog (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Reservoiranalogstudie an Graniten des Fichtelgebirges (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Seismic Monitoring in the Urban to Sub-Urban Environment of the Greater Munich Area (Ludwig-Maximilians-Universität München)

Mitarbeiter

  • Ca. 35

Weblinks

www.gab.mse.tum.de

Webseite Geothermie-Allianz Bayern

Webseite Technische Universität München

Webseite Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Webseite Universität Bayreuth

zuletzt bearbeitet Februar 2020