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Geothermie, tiefe

Die tiefe Geothermie umfasst Systeme, bei denen die geothermische Energie über Tiefboh­rungen erschlossen wird und deren Energie direkt (d. h. ohne Niveauanhebung der Temperatur) genutzt wer­den kann.

Nach dieser Definition beginnt die tiefe Geothermie bei einer Tiefe von mehr als 400 m und einer Temperatur über 20 °C. Allgemein üblich ist allerdings, von tiefer Geothermie (im ei­gentlichen Sinn) erst bei Tiefen über 1.000 m und bei Temperaturen größer als 60 °C zu spre­chen. Einen Sonderfall stellen in Deutschland Bereiche mit aufsteigenden Thermalwässern dar (z. B. Aachen, Baden-Baden, Wiesbaden).

Zur tiefen Geothermie gehören verschidene Systeme, die durch die Enthalpie unterschiden werden. Dabei bezeichnet Enthalpie den Wärmeinhalt. Sie ist ein Maß für die Energie eines thermo­dynamischen Systems. Eine Grobunterteilung ist die in Hochenthalpe und Niederenthalpie, wobei die Grenze etwa bei Temperaturen von 180 ºC liegt.

Zur Charakterisierung von Standorten für die Nutzung tiefer Geothermie sind Kenntnisse über die Eigenschaften des tiefen Untergrundes wichtig.

Literatur

Die Literatur zu Geothermie ist sehr umfangreich, siehe unter Literaturdatenbank und/ oder Konferenzdatenbank.

Weblink

http://www.geotis.de/homepage/Ergebnisse/TIEFE_GEOTHERMIE_Nutzungsmoeglichkeiten_in_Deutschland_3_Auflage_2011.pdf.