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Gepumpte Systeme

In der Geothermie geht es immer darum, Wärme dem Untergrund zu entziehen und einer übertägigen Nutzung zuzuführen. Um diesen Entzug technisch umzusetzen, werden in der Regel Kreisläufe eines Arbeitsmittels (meist Wasser) benötigt, die untertägige mit übertägigen Anlagenteilen verbinden. Werden diese Kreisläufe durch Pumpen gestützt oder aufrecht erhalten spricht man von gepumpten Systemen.

Oberflächennahe Geothermie

In der Oberflächennahen Geothermie sind nahezu alle Systeme (Erdsonden, Erdkollektoren, Brunnen) gepumpt. Daher wird hier dieser Befriff auch nicht verwendet.

Tiefengeothermie

Bei der Nutzung von Hochenthalpielagerstätten, sei es als Trockendampf- (dry steam) oder als flash- Anlagen ist in der Regel ein Kreislauf ohne Pumpen möglich. In den Förderbohrungen baut sich ein ausreichender Überdruck natürlich auf. Hier ist auch der Begriff 'Zirkulation' fragwürdig, da Förderung und Injektion oft nicht in einem direkten Zusammenhang stehen.

Bei Niederenthalpievorkommen der hydrothermalen Geothermie ist der natürliche (artesische) Druck in der Förderbohrung in der Reglen nicht ausreichend für die gewünschte Zirkulationsrate. Pumpen in der Förderbohrung, sei es Tauchpumpen oder Gestängepumpen, sind nötig. Zusäzlich können auf der Injektionsseite Injektionspumpen nötig werden, wobei die Zirkulation sowohl artesich, als auch durch die Pumpe auf der Förderseite und durch die auf der Injektionsseite angetrieben wird.

zuletzt bearbeitet Februar 2020