Das Erdwärmeprojekt in Gräfelfing, Deutschland, führt mit dem Bohren von Tiefbohrungen und dem Bau der Heizanlage und des Verteilnetzes fort. Es wird jedoch in einem anderen Rahmen fortgesetzt, wobei die Gemeinde das Projekt ohne einen privaten Partner übernimmt.
Das Geothermieprojekt in Gräfelfing befindet sich derzeit in einer entscheidenden Phase. Nachdem im September 2025 der offizielle Spatenstich für die Bohrplatzvorbereitung am Neurieder Weg erfolgte, stehen für das aktuelle Jahr 2026 die nächsten großen Meilensteine an.
Status (in Betrieb, im Bau, in Planung, stillgelegt) | im Bau |
Name der Anlage | Gräfelfing |
Ort/sonstige Bezeichnung | - |
Betreiber (Name) | Geothermie Gräfelfing GmbH & Co. KG |
Feldname | Planegg |
Bundesland | Bayern |
Koordinaten | 48.11577060827251, 11.428460085810334 |
Art der Nutzung | Hydrogeothermie |
Installierte Leistung geothermisch [MWth] | - |
Installierte Leistung elektrisch [MWel] | - |
max. Thermalwasser-Temperatur [°C] | - |
Tiefe - TWD (wirkliche Tiefe) [m] | - |
Förderrate [kg/s] | - |
Jahresproduktion geothermische Wärme [GWh/a] | - |
Jahresproduktion geothermischer Strom [GWh/a] | - |
Jahr der Inbetriebnahme | - |
Aufsuchung (Erlaubnis), Gewinnung (Bewilligung) | 30.11.2025 |
Endprodukt | - |
Anzahl der Bohrungen | - |
Hauptnutzung | - |
Nebennutzung | - |
Art des Reservoirs | - |
Geologische Region | Molassebecken |
Betreiberstruktur | - |
Zusätzliche Information | - |
Die Gemeinde hat die Möglichkeit, geothermische Energie als Hauptwärmequelle für die Fernwärme zu nutzen, das Potenzial ist vielversprechend. Die Technologie kann einen bedeutenden Beitrag zur regenerativen Energieversorgung in der Region leisten. Sie kann Wohngebäude, Gewerbebetriebe und öffentliche Liegenschaften mit Wärme versorgen – klimafreundlich, sicher, witterungsunabhängig und preisstabil.
Die Gemeinde Gräfelfing liegt im Zentrum der bayerischen Geothermieregion. Im Großraum München leistet die Energie aus der Tiefe bereits seit Jahren einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Versorgung mit Wärme und Strom. Auch für die Gemeinde Gräfelfing haben umfangreiche Analysen bestehender geologischer Daten ergeben, dass geothermisches Potenzial vorhanden ist.
Wir wollen dieses Potenzial zur Wärmeversorgung für unsere Gemeinde erschließen. Die Wärme kommt aus der Region, die Wertschöpfung bleibt in der Region – und das über Generationen hinweg.
Diese Webseite soll als transparentes Informationsangebot zu einer fundierten Diskussion beitragen. Für Ihre Fragen stehen wir gerne zur Verfügung. Sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf Ihre Anregungen.
2022 wurde die Firma Geothermie Gräfelfing als Joint Venture von Fernwärmenetz Gräfelfing (FWNG, 51%) und Silenos Energy (49 %) gegründet. Im Rahmen des Joint Ventures wurden eine technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudie und Explorationsbohrungen durchgeführt, was die Gemeinde dazu veranlasste, die Genehmigung für das weitere Projekt zu geben. Für das 3. Quartal 2024 waren Tiefbohrungen ursprünglich geplant. Das jüngste Update der Gemeinde besagt, dass dies nun auf 2025 verschoben wurde, nachdem das Projekt die Finanzierung von 50 Millionen Euro aus der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gesichert hat.
Das Projekt wird nun bis zur Umsetzung der Phase 2 fortgesetzt, aber Silenos Energy wird nicht mehr beteiligt sein. Diese Entwicklung kommt aufgrund von zwei Faktoren auf:
So wurde eine gegenseitige Vereinbarung getroffen, dass Silenos Energy alle seine Anteile an FWNG übertragen sollte. Nach der Übertragung von Aktien wird in Kürze (Juni 2025) eine Ausschreibung für die Bohrungen und Bauarbeiten erwartet.
Bohrplatzfertigstellung: Die Arbeiten zur Einrichtung des rund 18.500 m² großen Bohrfelds sollten laut Plan bis Februar 2026 abgeschlossen sein. Damit ist das Gelände nun bereit für die schwere Bohrtechnik.
Beginn der Tiefenbohrungen: Der Start der eigentlichen Bohrarbeiten ist für das Frühjahr 2026 (ca. März/April) terminiert. Geplant sind zwei Bohrungen (eine Dublette) bis in eine Tiefe von rund 2.900 bis 3.000 Metern.
Dauer der Bohrhase: Es wird damit gerechnet, dass die Bohrungen und anschließenden Tests bis zum Herbst 2026 andauern.
Zu Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet Februar 2026, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de