In Hannover befindet sich eines der spannendsten Projekte zur Erforschung der tiefen Geothermie in Norddeutschland: das GeneSys-Projekt (Generierung von terrestrischen Energiesystemen) am Geozentrum Hannover. Dieses Vorhaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) dient als Reallabor, um zu untersuchen, wie man die Wärme aus tiefen Gesteinsschichten auch in Gebieten mit geringer Durchlässigkeit effizient nutzen kann.
Zu Hannover siehe auch GeneSys - Forschungsvorhaben.
Status (in Betrieb, im Bau, in Planung, stillgelegt) | Forschung |
Name der Anlage | Hannover |
Ort/sonstige Bezeichnung | - |
Betreiber (Name) | BGR |
Feldname | - |
Bundesland | Niedersachsen |
Koordinaten | 52.40538249243043, 9.826339230222407 |
Art der Nutzung | Forschung |
Installierte Leistung geothermisch [MWth] | 2 |
Installierte Leistung elektrisch [MWel] | - |
max. Thermalwasser-Temperatur [°C] | 169 |
Tiefe - TWD (wirkliche Tiefe) [m] | 3.820 |
Förderrate [kg/s] | - |
Jahresproduktion geothermische Wärme [GWh/a] | - |
Jahresproduktion geothermischer Strom [GWh/a] | - |
Jahr der Inbetriebnahme | - |
Aufsuchung (Erlaubnis), Gewinnung (Bewilligung) | - |
Endprodukt | - |
Anzahl der Bohrungen | - |
Hauptnutzung | - |
Nebennutzung | - |
Art des Reservoirs | - |
Geologische Region | Norddeutsches Becken |
Betreiberstruktur | - |
Zusätzliche Information | - |
Tiefe: Die Bohrung "GeneSys Hannover 1" reicht bis in eine Tiefe von ca. 3.800 Metern.
Temperatur: In dieser Tiefe herrschen Temperaturen von etwa 130 °C bis 160 °C.
Besonderheit (Ein-Bohrloch-Verfahren): Im Gegensatz zu klassischen Dubletten (zwei Bohrungen für Förderung und Reinjektion) wurde hier zeitweise ein System erprobt, bei dem das Wasser über eine einzige Bohrung gefördert und nach der Wärmeentnahme in eine andere Schicht derselben Bohrung zurückgeführt wird.
Die Anlage dient primär als Reallabor. Die Erkenntnisse aus Hannover sind entscheidend für viele andere Städte in Norddeutschland, da die geologischen Bedingungen dort sehr ähnlich sind. Wenn das Verfahren in Hannover zuverlässig funktioniert, lässt es sich auf viele andere Standorte übertragen, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen bei der Fernwärme zu reduzieren.
Teilweise Gemini, überarbeitet
Zu Literatur siehe:
zuletzt bearbeitet März 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de