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Höffig

Hydrothermale Höffigkeitsgebiete mit ihren Temperaturen in 3.000 m Tiefe. Quelle: Agemar.

Der Begriff höffig, der aus der Bergmannssprache kommt, bedeutet allgemein 'ein reiches Vorkommen versprechend', z. B. 'erdölhöffig'. Der Begriff ist mittlerweile auch auf das Ertragspotenzial anderer Ressourcen übertragen worden, z. B. spricht man im Zusammenhang mit der Eignung von Standorten für Windenergieanlagen auch von der Windhöffigkeit eines Gebietes, in der Archäologie bezeichnet die Fundhöffigkeit die Wahrscheinlichkeit in einem beschriebenen Gebiet einen Bodenfund zu machen.

Ein Höffigkeitsgebiet ist ein Bereich der Erdkruste, in dem natürliche Anreicherungen von nutzbaren mineralischen Rohstoffen mit indirekten Mitteln nachgewiesen wurden, zum Beispiel durch die Verknüpfung einer geologischen Kartierung mit den Ergebnissen von geophysikalischen Messungen, geochemischen Analysen, Luft- und Satellitenfotos etc. Zwar sind noch keine konkreten Abschätzungen der vorhandenen Rohstoffmengen möglich, aber weitere Untersuchungen erscheinen gerechtfertigt.

Bedeutung in der Geothermie

Mit höffig werden auch in der Geothermie Gebiete bezeichnet, die eine bestimmte geothermische Nutzung wahrscheinlich zulassen. Die Höffigkeit hängt dabei von der angestrebten Nutzungsart ab. Es können Gebiete beispielsweise bezüglich einer petrothermalen Nutzung höffig sein, bezüglich einer hydrothermalen Nutzung aber nicht.