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Hydrothermale Lagerstätte

Bildung einer Hydrothermalen Lagerstätte im kristallinen Grundgebirge. Quelle: AGEPP SA.

Eine Hydrothermale Lagerstätte ist in der Tiefengeothermie ein unterirdisches Heißwasservorkommen (Aquifer) aus dem Heizwasser als Energieträger wirtschaftlich entnommen werden kann. Dabei kann das Heißwasser als Flüssigkeit oder als Wasserdampf vorliegen. Typisch für höhere Temperaturen (Hochenthalpie) sind Zweiphasen-Systeme, die dann Dampf- oder Flüssigkeits-dominiert sein können. Voraussetzung ist neben einer ausreichenden Temperatur zur direkten Nutzung oder zur Stromerzeugung eine ausreichende Wasser-Durchlässigkeit des Gesteins (Permeabilität), die eine ausreichende Schüttung der Förderbohrung gewährleistet. Die Schüttung kann entweder artesisch sein oder nur durch Pumpen erreicht werden (gepumpte Systeme). Im letzteren Fall ist die Schüttung kein fester Wert sondern vom Pumpendruck (Unterdruck) abhängig. Die Dimension ist dann kg/MP bzw. kg/bar oder manchmal auch kg/m Wasserspiegelabsenkung. Siehe hierzu auch Hydrothermale Geothermie.

Oberflächennahe Geothermie

In der Oberflächennahen Geothermie spricht man nicht von Lagerstätten. Auch ist hier die Unterscheidung zwischen petrothermalen, geschlossenen Systemen wie Erdwärmesonden und hydrothermalen, also offenen Systemen nicht üblich.

Erdwärmesonden

Hingegen werden Tiefe Erdwärmesonden der Tiefengeothermie und hier den petrothermalen Systemen zugeordnet.

zuletzt bearbeitet Januar 2020