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Karbonatzement

Zementation mit Calcit (weiß) einer Kalkbrekzie aus Adnet. Quelle: Lysippos

Zement ist in der Petrographie von Sedimentgesteinen der mit diagenetischen Ausscheidungen gefüllte Interstitialraum zwischen den Partikeln bzw. Körnern oder auch erkennbar verschiedene Generationen derartiger Ausscheidungen.

Der Zement eines Sedimentgesteins besteht meist aus Kalziumkarbonat (Karbonatzement) oder Siliziumdioxid, seltener auch aus anderen Minerale. Die Abfolge der Zemente, die Form und Struktur der Zemente sowie deren Mineralogie lassen Rückschlüsse auf die Diagenese zu, d. h. auf die Veränderung des Gesteins seit seiner Entstehung bis zur Abtragung. Zement und/oder Matrix bilden die Grundmasse eines Sedimentgesteins. Im Gegensatz zum Zement besteht die Matrix aus einem oft feinkörnigen Material, in dem gröbere Partikel „schwimmen“ oder sich gegenseitig abstützen. 

Bedeutung in der Geothermie

Die Zementation bestimmt in hohem Grad die Wasserwegsamkeit (Permeabilität) eines Gesteins. Informationen über den Zementationsgrad und die Art der Zementierung sind demnach ein wesentliches Explorationsziel in der Geothermie.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Zement (Geologie)

zuletzt bearbeitet Januar 2020