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Kohleflözgas (CBM)

Links: konventionelle Lagerstätte, rechts: unkonventionelle Lagerstätten. Quelle: MagentaGreen

Ein erheblicher Anteil des natürlichen Erdgases (Methan) stammt aus Kohleflözen und ist dort im Zuge der Inkohlung entstanden. Große Teile des Kohlefözgases (coal bed methane, CBM) sind in geologischen Zeiten aus den Flözen ausgewandert. Das Gas wandert dabei aufgrund seiner geringeren Dichte nach oben. bis es an der Erdoberfläche in die Atmosphäre ausgast. Geringe Teile können auf dem Weg nach oben durch Barrieren (Fallen) behindert werden und bilden so (konventionelle) Erdgaslagerstätten.

Auch durch Bergbau kann Methan in das Grubengebäude entweichen und wird dann als Grubengas (mine gas) bezeichnet. Es wird von dort durch die Bewetterung (Grubenventilation) in die Atmosphäre abgeführt oder alternativ (besser) genutzt z.B. in Grubengaskraftwerken (mine gas).

Das noch im Kohleflöz verbleibende Gas wird Kohleflözgas (Coal Bed Methane, CBM) genannt. Es kann mit speziellen Methoden des Bohrlochbergbaus teilweise gewonnen werden. Dies ist neben Tight Gas und Schiefergas ein Teil der unkonventionellen Erdgasförderung und somit ein wesentlicher Beitrag zur zukünftigen Gasversorgung.

Die Gewinnung von Kohleflözgas und Schiefergas ist eine Gasgewinnung aus dem Muttergestein (Gestein in dem das Gas gebildet wurde, parent rock). Diese Lagerstätten werden auch als Primärlagerstätten bezeichnet. Dementsprechend sind Lagerstätten in denen das Gas auf dem Weg nach oben gefangen wurde (Fallen) Sekundärlagerstätten.

zuletzt bearbeitet Februar 2023, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de