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Kohlenkalk

Verbreitung von Kohlenkalk in NRW. Quelle: Geologischer Dienst NRW

Der Kohlenkalk ist die, im Unterschied zum von klastischen Sedimenten geprägten Kulm, kalkige Flachwasserfazies des Unterkarbons (Mississippium) von Nordwesteuropa. Die Karbonatablagerungen können Mächtigkeiten von mehreren hundert Metern erreichen. 

Kohlenkalk-Fazies

Der Bereich der Kohlenkalk-Fazies erstreckte sich von Irland/England, Belgien und die Ardennen über das linksrheinische Schiefergebirge bis nach Polen. Im Bereich Englands wurde die marine Karbonatsedimentation durch mehrere Hochzonen gegliedert (vor allem das London-Brabanter-Massiv und die Normannische Schwelle). Zur Ablagerung kamen Moostierchen-Riffkalke, Schuttkalke und dunkle bituminöse Kalke.

Fossilien

An Fossilien sind vor allem Bryozoen, Korallen, Armfüßer (Brachiopoda), Goniatiten und Crinoiden überliefert. Die Mächtigkeit des Kohlenkalk erreicht 300-700 Meter und ist zur südlich anschließenden Kulm-Fazies durch Riffschutt und Kalkturbidite verzahnt. 

Bedeutung für die Geothermie

Die Kohlenkalke der Unterkarbons könnten für die Geothermie eine ähnliche Rolle spielen, wie die Malmkalke in der Bayrischen Molasse. Verbreitet sind sie in NRW und angrenzenden Regionen. In den Niederlanden und Belgien werden sie schon geothermisch genutzt (z.B. Mol, Belgien).

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenkalk 

zuletzt bearbeitet Januar 2020