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Kriging

Beispiel eines Kriging. Links die Höhenmesspunkte, rechts die Höhenlinien abgeleitet aus den gegriddeten Daten. Quelle: Surfer.

Unter Kriging (oder auch: Krigen) versteht man ein geostatistisches Verfahren, mit dem man Werte an Orten, für die keine Stichprobe vorliegt durch umliegende Messwerte interpolieren oder auch annähern kann.

Der südafrikanische Bergbauingenieur Danie Krige (1951) versuchte eine optimale Interpolationsmethode für den Bergbau zu entwickeln, basierend auf der räumlichen Abhängigkeit von Messpunkten. Das Verfahren wurde später nach ihm benannt. Der französische Mathematiker Georges Matheron (1963) entwickelte die "Theorie der regionalisierten Variable", welche die (nachträglich erarbeitete) theoretische Grundlage der von Danie Krige entwickelten Methode bildet.

Der wesentliche Vorteil gegenüber einfacheren Methoden wie beispielsweise der Inversen Distanzgewichtung ist die Berücksichtigung der räumlichen Varianz, die sich mit Hilfe der Semivariogramme ermitteln lässt. Für einen gesuchten Wert werden dabei die Gewichte der in die Berechnung einfließenden Messwerte so bestimmt, dass die Schätzfehlervarianz möglichst gering ist. Der Fehler hängt dabei von der Qualität des Variogramms bzw. der Variogrammfunktion ab.

Bedeutung in der Geothermie

Auch in der Geothermie werden Isoliniendarstellung meist unter Anwendung des Kriging-Verfahrens realisiert.

Literatur

Sepúlveda, F., Rosenberg, M., Rowland, J., Simmons, S.: Kriging predictions of drill-hole stratigraphy and temperature data from the Wairakei geothermal field, New Zealand: Implications for conceptual modeling. In: Geothermics Nummer () (April 2012), S. 13-31 

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Kriging

zuletzt bearbeitet Januar 2020