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Lagerstätte

Lagerstätte ist ein Begriff aus der angewandten Geologie und dem Bergbau für bestimmte Bereiche der Erdkruste, in denen sich natürliche Konzentrationen von festen, flüssigen oder gasförmigen Rohstoffen befinden, deren Abbau sich wirtschaftlich lohnt (bauwürdige Lagerstätte), oder in der Zukunft lohnen könnte (nutzbare Lagerstätte). Natürliche Anhäufungen von nutzbaren Erzen, Mineralien und Gesteinen, deren Abbau unwirtschaftlich ist, nennt man Vorkommen. Im englischen Sprachraum wird zwischen Reserven und Ressourcen unterschieden. Oft erfolgt eine Klassifizierung nach UNFC 2009.

Rechtlich gesehen beziehen sich Lagerstätten auf 'Bergfreie Bodenschätze' die dann dem Bundesberggesetz unterliegen.

Bedeutung in der Geothermie

Erdwärme ist ein bergfreier Bodenschatz. Dennoch bleibt der Begriff Lagerstätte in Bezug auf Geothermie problematisch, denn Wärme ist im Untergrund überall und es wird nun eine Frage der Definition, wann und wo man von einer Lagerstätte spricht. Am ehesten geht dies für hydrothermale (Hoch-oder Nieder- Enthalpie) Vorkommen, wo die Geothermielagerstätte dann über eine Thermalwasser-Lagerstätte definiert ist. Im Bereich petrothermaler Geothermie sollte der Begriff Lagerstätte möglichst vermieden werden. Hier erfolgt eine räumliche Abgrenzung des Reservoirs nachträglich über die Ausdehnung des künstlich erzeugten unterirdischen Wärmetauschers.

Noch problematischer ist der Begriff Lagerstätte in Bezug auf die Oberflächennahe Geothermie.

Weblink

http://de.wikipedia.org/wiki/Lagerstätte

zuletzt bearbeitet Januar 2020