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Leitfossil

Beispiele für Leitfossilien. Quelle: Wikipedia commons.

Leitfossilien (Orthostratigraphen) (engl. index fossil) sind Fossilien, anhand derer man die relative Altersbestimmung verschiedener Gesteinsschichten vornehmen kann. Findet man das gleiche Leitfossil in Sedimentgestein von verschiedenen Orten der Erde, so sind die Gesteine annähernd gleich alt. Diese Art der Altersbestimmung wird Biostratigraphie genannt.

Anforderungen an Leitfossilien

Ein ideales Leitfossil erfüllt folgende Bedingungen:

  • Die relevanten Merkmale der Art dürfen nur kurze Zeit existiert haben, um eine möglichst präzise Datierung zu ermöglichen.
  • Die Art sollte in möglichst unterschiedlichen Lebensräumen existiert haben und damit in möglichst vielen unterschiedlichen Gesteinsfazies zu finden sein.
  • Die Fossilien müssen geographisch weit verbreitet sein, sodass auch weit entfernte Schichten miteinander verglichen werden können.
  • Die Fossilien müssen leicht und eindeutig bestimmbar sein.
  • Die Fossilien müssen in hoher Anzahl vorkommen.

Je weniger diese Anforderungen erfüllt werden, desto geringer ist der Nutzen als Leitfossil.

Bedeutung in der Geothermie

Leitfossilien haben auch in der Geothermie eine Bedeutung bei der biostratigraphischen Gliederung von Gesteinsschichten und insbesodere geothermischen Nutzhorizonten. Leitfossilien können sowohl in Bohrklein (Cuttings) als auch in Bohrkernen gefunden und kartiert werden.

Weblinks

https://de.wikipedia.org/wiki/Leitfossil

zuletzt bearbeitet Juni 2020, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de