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Lockergestein

Lockergestein (Bodenklassen 1–5) ist ein nicht verfestigtes Haufwerk, dessen Gemengteile keinen festen Zusammenhalt, also wenig Kornbindung haben. Die Zwischenräume sind mit Luft oder Wasser gefüllt.

Lockergestein hat eine sehr geringe Scherfestigkeit, und bei Böschungen oder Schüttungen lässt sich seine Stabilität relativ gut mit dem Reibungswinkel beschreiben. Lockergesteine lassen sich darüber hinaus in nicht bindig (Kornbindung nur durch Reibung), bindig (Teilchenhaftung vorwiegend durch Kohäsion etwa durch Tonminerale) und organisch (Zusammenhalt durch Verfilzung organischer Fasern) einteilen.

Nach der Definition von Maidl ist Lockergestein ein Gemenge ohne mineralische Bindung. Es kann eine Mischung von Mineralien, Gesteinsbruchstücken und organischem Material sein oder ausschließlich aus einer dieser Komponenten bestehen. Ein Zerlegen der mineralischen Anteile nach Korngrößen ist möglich. Ein weiteres Merkmal ist die überwiegende Punktberührung der Teilkörper. Lockergestein besteht grundsätzlich aus mehreren Phasen oder Aggregatzuständen (fest-flüssig, fest-gasförmig oder fest-flüssig-gasförmig), deren Verhältnis oft in einem dreieckigen Dreiphasendiagramm dargestellt wird.

Die wichtigsten Arten

von Lockergestein sind − vom Groben zum Feinen:

In manchen Lockergesteinen können wie etwa bei älteren Sand- oder Schotterbänken die Gesteinskörner geringfügig miteinander verkittet sein, so lange dies noch keine die Festigkeit prägende Eigenschaft ist. 

Bedeutung für die Geothermie

Lockergesteine spielen vorwiegend in der oberflächennahen Geothermie eine Rolle.

Weblink

https://de.wikipedia.org/wiki/Locker-,_Halbfest-_und_Festgestein#Lockergestein