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Lufthebeverfahren

Prinzip des Lufthebeverfahrens.

Das Lufthebeverfahren (air lift) ist Teil eines Bohrverfahrens, bei dem das Bohrgut mittels eines Gemisches aus Bohrspülung und Luft zutage gefördert wird.

Die direkt in das Bohrloch eingeleitete Bohrspülung strömt zum Bohrmeißel, wo sie sich mit dem Bohrgut vermischt. Danach fließt das Zweiphasengemisch Bohrspülung/ Bohrgut in das hohle Bohrgestänge. Dort wird oberhalb des Bohrmeißels Pressluft eingeblasen, so dass ein Dreiphasengemisch Bohrspülung/ Bohrgut/ Luft entsteht. Da dieses eine geringere spezifische Dichte aufweist als die Bohrspülung im Ringraum des Bohrlochs, drückt die Bohrspülung das Dreiphasengemisch nach oben. Der Unterschied zum gewöhnlichen Saugbohrverfahren besteht im Wesentlichen im Einsatz der Mammutpumpe anstelle der Saugpumpe.

Bedeutung in der Geothermie

Die Air-Lift Methode wird in der Geothermie als Produktions- oder Pumptest eingesetzt wobei der hydrostatische Druck in der Bohrung gegenüberder Umgebung kontrolliert abgesenkt wird und der dadurch erzeugte Wasserzufluss aus dem Gebirge bestimmt werden kann. Die hierbei benötigte Ausrüstung ist vergleichsweise einfach und preiswert.

Literatur

K. Graeber: Geothermieprojekt Kirchweidach - Optimierte Stimulationsmaßnahmen und Airlift-Pumpversuche, Der Geothermiekongress (2015)

Weblink

http://www.geodz.com/deu/d/Lufthebeverfahren

zuletzt bearbeitet Juni 2020