Mitglied werden Sponsor werden

Magnitudenverteilung

Magnitudenverteilung, Gutenberg-Richter Beziehung für einen Geothermiestandort. Die Steigung der Gerade ergibt einen b-Wert von -1,09. Quelle: HarbourDom GmbH

Unter  Magnitudenverteilung versteht man in der Erdbebenkunde (Seismologie) meist die Gutenberg-Richter Beziehung. Diese ist ein wesentliches Element zur Beschreibung der statistischen Verteilung der Magnituden eines Beben-Clusters (Schwarms) bzw. der Beben eine bestimmten seismotektonischen Region. Dargestellt wird in einer doppel-logarithmischen Beziehung die Anzahl der registrierten Ereignisse, die eine Magnitude größer oder gleich M haben:

Log (N>M) = a – b*M   

Der b-Wert

Den b-Wertkommt eine besondere Bedeutung zu. Diese Kurven steilen sich zu höheren Magnituden hin grundsätzlich auf (da unendlich große Erdbeben nicht möglich sind). Aus dieser Aufsteilung lässt sich ein maximal mögliches Ereignis für eine Erdbebenregion abschätzen (in der Abbildung etwa M = 2,5 - 2,7)

Die Abflachung (in der Abbildung links oben) ist instumentenbedingt, da kleine Ereignisse nicht mehr oder nicht mehr vollständig erfasst werden. Der Knick (Übergang in die Horizontale) kennzeichnet die 'Vollständigkeitsmagnitude' (completeness magnitude) des benutzten Messnetzes  (in der Abbildung etwa M = 0,4).

Literatur

Peter M. Shearer: Introduction to Seismology, Cambridge University Press, New York, 1999 ISBN 978-0-521-66953-5

Zuletzt geändert Januar 2020