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Massenkalk (Devon)

Massenkalk (siehe auch Riffkalk) ist ein geologischer Begriff für massive, schichtlose Kalksteinablagerungen aus dem Mittel- bis Oberdevon (vor ca. 393 bis 359 Millionen Jahren).

Geologische Merkmale

Der Name 'Massenkalk' bezieht sich auf die fehlende oder nur undeutliche Schichtung des Gesteins, das stattdessen als massiver Körper auftritt. Die Riffe, aus denen sich der Massenkalk bildete, können eine Mächtigkeit von mehreren hundert Metern erreichen.

Fossilien

Die häufigsten Fossilien sind Reste von Riffbildnern wie Korallen (z.B. Tabulata, Rugosa) und Stromatoporen. Auch Muscheln, Brachiopoden (Armfüßer) und weitere Meerestiere sind oft in großer Zahl zu finden.

Aussehen

Das Gestein ist typischerweise hellgrau bis anthrazitfarben und kann durch Beimengungen anderer Minerale auch rötliche oder bräunliche Töne annehmen.

Entstehung

Die Riffkörper bildeten sich in einem Meer, das sich zur Devon-Zeit über weite Teile des heutigen Europas erstreckte. Durch den Stoffwechsel der Rifforganismen und die Ausfällung von Kalziumkarbonat (CaCO3​) entstand das massige Gestein. Nach dem Absterben der Organismen wurden ihre Skelette zu Kalkschlamm, der das Riff weiter verfestigte.

Vorkommen in Deutschland

Bedeutende Vorkommen von devonischem Massenkalk finden sich in Deutschland vor allem im Rheinischen Schiefergebirge, genauer im Bergischen Land und im Sauerland, sowie in der Eifel.

Wirtschaftliche Bedeutung

Der Massenkalk hat eine große wirtschaftliche Bedeutung und wird in Steinbrüchen abgebaut, um als Rohstoff für die Baustoffindustrie (Zement, Kalk) und in der chemischen Industrie genutzt zu werden. Aufgrund seiner Verkarstung spielt er zudem eine wichtige Rolle als Grundwasserleiter.

Bedeutung für die Geothermie

Besonders in NRW haben die devonischen Massenkalke vermutlich eine große Bedetung zur Nutzung in der Tiefen Geothermie. Allerdings gibt es (2025) noch keine realisierften Projekte.

Quelle

Teilweise Gemini, überarbeitet

Literatur

Zu Literatur siehe:

zuletzt bearbeitet September 2025, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de