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Mauerstetten - Geothermianlage

Die Geothermie-Forschungsanlage in Mauerstetten (Landkreis Ostallgäu) ist ein interessantes Beispiel für die Herausforderungen und technologischen Entwicklungen bei der Nutzung tiefer Erdwärme in Deutschland.

Steckbrief

Status (in Betrieb, im Bau, in Planung, stillgelegt)

Forschung

Name der Anlage

Mauerstetten

Ort/sonstige Bezeichnung 

-

Betreiber (Name)

-

Feldname

-

Bundesland

Bayern

Koordinaten

47.88280454097704, 10.654513269806042

Art der Nutzung

Forschung

Installierte Leistung geothermisch [MWth]

-

Installierte Leistung elektrisch [MWel]

-

max. Thermalwasser-Temperatur [°C]

130

Tiefe - TWD (wirkliche Tiefe) [m]

4.080

Förderrate [kg/s]

-

Jahresproduktion geothermische Wärme [GWh/a]

-

Jahresproduktion geothermischer Strom [GWh/a]

-

Jahr der Inbetriebnahme

-

Aufsuchung (Erlaubnis), Gewinnung (Bewilligung)

-

Endprodukt

-

Anzahl der Bohrungen

-

Hauptnutzung

-

Nebennutzung

-

Art des Reservoirs

Malm (oberer Jura)

Geologische Region

Molassebecken

Betreiberstruktur

-

Zusätzliche Information

-

Projektziel

Ursprünglich wurde das Projekt gestartet, um die heißen Tiefenwässer im bayerischen Molassebecken für die Stromerzeugung und Fernwärme zu nutzen. Mauerstetten liegt in einer Region, die geologisch als sehr vielversprechend gilt, da hier die Kalksteinschichten des Malm (Oberer Jura) in großer Tiefe heißes Wasser führen.

Geologische Besonderheit

Im Gegensatz zu vielen erfolgreichen Anlagen im Münchener Raum stieß man in Mauerstetten auf eine technische Hürde:

  • Temperatur: Die Funde waren mit über 100°C thermisch sehr attraktiv.

  • Fündigkeit (Schüttung): Das Hauptproblem war die geringe Durchlässigkeit des Gesteins. Es floss nich

Transformation zur Forschungsanlage

Da die klassische hydrothermale Nutzung (direktes Abpumpen von Wasser) nicht den gewünschten Erfolg brachte, rückte die Anlage in den Fokus der Forschung.

  • EGS-Technologie (Enhanced Geothermal Systems): Mauerstetten wurde zum Schauplatz für Untersuchungen, wie man die Durchlässigkeit des Gesteins durch gezielte Rissbildung oder chemische Weitung (Stimulation) verbessern kann, ohne dabei die Umwelt zu gefährden.

  • Forschungsprojekt "GEO-M": In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen wurde untersucht, wie man solche "unergiebigen" Bohrungen doch noch energetisch nutzbar machen kann.

Aktueller Status (2026) und Bedeutung

Die Anlage ist ein wichtiges Mahnmal für das Fündigkeitsrisiko in der Geothermie, dient aber gleichzeitig als wertvolles Labor. Die Erkenntnisse aus Mauerstetten helfen dabei:

  • Die Seismik und Gesteinsmechanik im Alpenvorland besser zu verstehen.

  • Neue Stimulationsmethoden zu testen, die für die Wärmewende in ganz Deutschland entscheidend sein könnten.

  • Wirtschaftliche Konzepte für Standorte zu entwickeln, die keine "idealen" Wasserleiter sind.

Quelle

Teilweise Gemini, überarbeitet

Literatur

Zu Literatur siehe:

zuletzt bearbeitet Februar 2026, Änderungs- oder Ergänzungswünsche bitte an info@geothermie.de