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Mehrfachüberdeckung (Seismik)

Seismische Spuren (traces) mit verschiedenen Offsets und Azimuten, die für ein Bin gestapelt werden. Quelle: HarbourDom GmbH, nach Chaouch

Bei den Seismikmethoden werden künstlich erzeugte elastische Wellen an verschiedenen Stellen an der Oberfläche einerseits erzeugt (Quellen), andererseits mit Geofonen aufgezeichnet (Empfänger). Bei horizontaler Schichtung liegt der Reflexionspunkt (in der Tiefe) aus geometrischen Gründen in der Mitte zwischen Quellpunkt und Empfängerpunkt.

Da nun mehrere Quell-Empfängerpaare denselben Reflexionspunkt haben können, wird jeder Reflexionspunkt mehrfach abgetastet. Ein endgültiger Wert für diesen Refelexionspunkt kann durch Mittelung (Stapelung, stacking) der Einzelergebnisse erhalten werden (Redundanz). Diese Vorgehensweise nennt man Mehrfachüberdeckung (engl. coverage, fold). Sie trägt zur Redundanz und damit zur Datenqualität bei seismischen Messungen bei. Heute sind Mehfachüberdeckungen von 36 und mehr üblich.

Zuletzt geändert Januar 2020