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Minifrac

Doppelpackersonde zur Minifrac-Spannungsmessung. Quelle: Mesy, NAGRA

Minifrac ist eine Methode der Bohrlochgeophysik. In einem kleinen eingepackerten Bereich eines Bohrlochs wird durch Einpressen von Wasser ein kleiner Riss erzeugt. Dieser Riss orientiert sich am in situ Spannungsfeld, er breitet sich in Richtung der maximalen horizontalen Hauptspannung aus. Weitere Komponenten des Spannungstensors lassen sich aus dem aufgewendeten Drücken bestimmen. Die Ausbildung des Risses wird meist mit einem Abdruckpacker bestimmt. Minifrac ist das heute am meisten angewendete Verfahren zur in situ Spannungsmessung in Tiefbohrungen. Es ist nicht mit dem Hydraulic Fracturing zu Gewinnung von Erdgas zu verwechseln.

Ein zu Minifrac verwandter Begriff ist Datafrac. Er wird wie ein Minifrac hergestellt, dient aber nicht nur zur in situ Spannungsmessung, sondern darüber hinaus zur Erarbeitung einer Datengrundlage für die Planung resp. Simulation einer größeren Fracmaßnahme.

Bedeutung in der Geothermie

Die Durchführung von Minifracs ist auch in der Geothermie ein Routineverfahren zur Spannungsmessung.

Zuletzt bearbeitet Januar 2020