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Nutzungskonkurrenz

Eine mögliche Nutzungskonkurrenz existiert, wenn an einem Standort im Untergrund untersuchungswürdige Horizonte (Nutzhorizonte) für verschiedene Nutzungsmöglichkeiten existieren, z. B. für die CO2-Einlagerung und für eine geothermische Nutzung. Eine konkurrierende Nutzung kann nicht nur bezüglich eines konkreten Zielhorizontes festgestellt werden, sondern kann auch an Standorten mit unterschiedlichen Nutzungsoptionen für verschiedene Zielhorizonte bestehen.

Der tiefere Untergrund wird schon heute unterschiedlich genutzt z. B.

  • Bergbau,
  • Erdöl- und Erdgasgewinnung und -speicherung,
  • Lagerung von toxischen und radioaktiven Abfällen,
  • Tiefe Geothermie.

Seine Nutzung wird in Zukunft durch den Ausbau bestehender Nutzungen und der Einführung neuer Nutzungsoptionen z. B.:

  • CO2-Einlagerung,
  • Wasserstoffspeicherung,
  • Druckluftspeicher

noch zunehmen, so dass von einer vermehrten konkurrierenden Nutzung auszugehen ist. Deshalb wird zurzeit diskutiert, ob ein unterirdisches Raumordnungsverfahren eingeführt werden soll.

Die Nutzungskonkurrenz ist auch ein bergrechtliches Thema.

Literatur

Suchi, E., Dittmann, J., Knopf, S., Müller, C. & Schulz, R. (2014): Geothermie-Atlas zur Darstellung möglicher Nutzungskonkurrenzen zwischen CO2-Einlagerung (CCS) und Tiefer Geothermie in Deutschland. - ZDGG (submitted).

Weblinks

https://www.geotis.de/homepage/sitecontent/info/publication_data/final_reports/final_reports_data/Endbericht_Geothermie_Atlas.pdf

http://www.geotis.de/homepage/Ergebnisse/Geothermieatlas/Karte_D_Kompilation.pdf

Zuletzt bearbeitet Januar 2020